04 May 2026, 18:39

Apotheken ächzen unter Tariferhöhungen – 2027 drohen weitere Belastungen

Plakat mit der Aufschrift "Verringerung der Arzneimittelkosten unter der Biden-Harris-Regierung" mit Text und Logo.

Apotheken ächzen unter Tariferhöhungen – 2027 drohen weitere Belastungen

Apotheken in ganz Deutschland kämpfen mit steigenden Kosten durch Tariferhöhungen

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Die neuesten Lohnerhöhungen, die zu Beginn des Jahres 2026 in Kraft traten, belasten die ohnehin schon angespannte Branche zusätzlich.

Zum 1. Januar 2026 stieg die Vergütung um drei Prozent, was jede Apotheke im Schnitt mit 9.500 Euro pro Jahr zusätzlich belastet. Bereits zuvor hatte die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf 13,90 Euro die Ausgaben erhöht – allein dies schlägt mit rund 700 Euro mehr pro Jahr zu Buche.

Weitere Erhöhungen stehen bevor: Ab dem 1. Januar 2027 soll der Mindestlohn auf 14,60 Euro steigen – ein Anstieg von 17,6 Prozent gegenüber dem vorherigen Niveau. Arbeitgeber warnen vor der wachsenden finanziellen Belastung. Die Treuhand Hannover betont die kommenden Herausforderungen.

Neue Tarifverhandlungen zeichnen sich bereits ab. Der aktuelle Adexa-ADA-Tarifvertrag läuft am 31. Dezember 2026 aus, während die Vereinbarung mit dem Tarifverband der leitenden Apothekenangestellten (TGL) in Nordrhein-Westfalen bereits ein halbes Jahr früher, am 30. Juni 2026, endet. Andreas May, Vorstandsmitglied von Adexa, bestätigte, dass die Gespräche wiederaufgenommen werden, sobald die TGL-Verhandlungen abgeschlossen sind.

Die finanzielle Lage der Branche bleibt prekär, eine Entlastung ist vorerst nicht in Sicht. Die Apotheken müssen sich auf weitere Kostensteigerungen einstellen, während die Gewerkschaften sich auf neue Verhandlungen vorbereiten.

Die jüngsten Lohnerhöhungen haben die Ausgaben der Apotheken bereits in die Höhe getrieben – und weitere Steigerungen sind für 2027 geplant. Mit dem Auslaufen der Tarifverträge kehren Arbeitgeber und Gewerkschaften bald an den Verhandlungstisch zurück. Das Ergebnis wird entscheiden, ob die Branche mit weiteren finanziellen Belastungen rechnen muss.

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