Audi-Konzern startet radikale Führungswechsel für Hybrid- und KI-Strategie
Sabrina RoskothAudi-Konzern startet radikale Führungswechsel für Hybrid- und KI-Strategie
Audi-Konzern kündigt weitreichende Führungswechsel an
Die Audi Group hat umfangreiche Personalrochaden in ihren Marken und an zentralen Standorten bekannt gegeben. Die Umstrukturierung erfolgt im Zuge einer Anpassung der Elektroauto-Strategie des Konzerns: Lamborghini verlagert seinen Fokus auf Plug-in-Hybride statt auf rein batterieelektrische Modelle. Mehrere hochrangige Manager übernehmen nun neue Positionen in Neckarsulm, bei Lamborghini sowie in den chinesischen Geschäftsbereichen von Audi.
Fred Schulze wechselt als China-Chef Fred Schulze, bisheriger Leiter des Audi-Werks in Neckarsulm, übernimmt die Geschäftsführung des Joint Ventures mit dem chinesischen Partner SAIC. Seine Priorität liegt auf der Erweiterung der Modellpalette – insbesondere nach dem Marktstart des Audi E5 Sportback und der bevorstehenden Einführung des E7X. Ziel ist es, Audis Position auf dem chinesischen Markt durch zielgerichtete Produktentwicklung zu festigen.
Neckarsulm setzt auf Modernisierung und KI Thomas Bogus, bislang Direktor des inzwischen geschlossenen Audi-Standorts Brüssel, folgt Schulze als Werksleiter in Neckarsulm. Seine Aufgabe wird es sein, das Werk zu modernisieren, mit besonderem Schwerpunkt auf der Integration von Künstlicher Intelligenz in Fertigung, Standortplanung und operative Abläufe. Die Veränderungen spiegeln Audis Bestreben wider, Effizienz und Innovation im gesamten Produktionsnetzwerk voranzutreiben.
Lamborghini setzt auf Hybrid-Technologie Bei Lamborghini übernimmt Fermín Soneira die Position des Technischen Direktors (CTO) und löst damit Rouven Mohr ab, der im März 2026 in den Vorstand der Audi AG wechselte. Soneira wird die technische Ausrichtung der Marke in einer entscheidenden Übergangsphase prägen. Bis 2030 wird das gesamte Lamborghini-Portfolio auf Plug-in-Hybride ausgerichtet – ein Strategiewechsel, der von der ursprünglich geplanten Entwicklung rein elektrischer Hochleistungsfahrzeuge abrückt. Hintergrund ist die schwächere als erwartete Nachfrage nach Luxus-Batteriefahrzeugen, die eine Neubewertung der Pläne erforderlich machte.
Lanzador-Projekt wird zum Plug-in-Hybrid Auch das Audi-Projekt Lanzador, ursprünglich als rein elektrisches Modell konzipiert, wird aufgrund der geringen Marktnachfrage nach vollelektrischen Luxus-Sportfahrzeugen nun als Plug-in-Hybrid debütieren. Die Anpassungen unterstreichen Audis Bestrebungen, das Produktangebot stärker an die sich wandelnden Kundenpräferenzen anzupassen.
Stärkere Vernetzung für globale Wettbewerbsfähigkeit Die Personalentscheidungen zielen darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen den Audi-Marken, Tochtergesellschaften und regionalen Divisionen zu intensivieren. Im Mittelpunkt stehen der Austausch von technischem Know-how, Produktionswissen und Marktkenntnissen, um die globale Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe zu stärken.
Erfahrene Führungskräfte in strategischen Positionen Die Neuaufstellung bringt erprobte Manager in Schlüsselrollen – von der Produktion und technischen Entwicklung bis hin zur Markterschließung. Lamborghinis Hybrid-Zukunft und Audis KI-gestützte Fertigungsinnovationen spiegeln einen branchenweiten Trend zu flexibleren Elektrifizierungsstrategien wider. Die Maßnahmen sollen sicherstellen, dass der Konzern in einem sich rasant verändernden Automobilumfeld agil bleibt.






