Streit um Modernisierungskosten: Soll der Mieter nach Einkommen zahlen?
Katherina HermannStreit um Modernisierungskosten: Soll der Mieter nach Einkommen zahlen?
Eine Debatte über die gerechte Verteilung der Modernisierungskosten zwischen Vermietern und Mietern ist entbrannt. Derzeit zahlen alle Mieter einen gleichen Anteil an den Sanierungskosten – unabhängig von ihrem Einkommen. Nun fordert der Präsident des Haus- und Grundeigentümervereins ein faireres System, das sich am Einkommen orientiert.
Axel Gedaschko, Vorsitzender des Verbandes, kritisierte die aktuellen Regelungen als ungerecht. Nach dem bestehenden System können Vermieter die vollen Kosten für Modernisierungsmaßnahmen – etwa energieeffiziente Heizungen oder Dämmung – gleichmäßig auf alle Mieter umlegen. Dadurch zahlen einkommensschwache Haushalte genauso viel wie Mieter mit höherem Einkommen.
Gedaschko schlug stattdessen ein gestaffeltes Modell vor: Mieter mit höheren Einkommen sollten einen größeren Anteil der Kosten tragen, während Geringverdiener weniger zahlen müssten. Dies würde seiner Meinung nach zu einer ausgewogeneren Kostenverteilung führen.
Der Verbandschef forderte die Regierungsparteien zudem zum schnellen Handeln auf. Mit CDU/CSU und SPD an der Macht wünscht er sich zügige Reformen ohne Verzögerung.
Der Vorschlag sieht vor, die Modernisierungskosten künftig nach Einkommensstufen zu staffeln. Falls umgesetzt, würden besser verdienende Mieter einen größeren Teil der Sanierungskosten übernehmen – die bisherige pauschale Umlage entfiele.






