Audi Neckarsulm zwischen Modelloffensive und Arbeitsplatzsicherung: Was kommt 2018?
Sabrina RoskothAudi Neckarsulm zwischen Modelloffensive und Arbeitsplatzsicherung: Was kommt 2018?
Audis Werk in Neckarsulm steht vor Veränderungen, während sich das Unternehmen auf seine Modelloffensive für 2017 und 2018 vorbereitet. Der Betriebsrat fordert stärkere Maßnahmen zur Arbeitsplatzsicherung, während die Unternehmensführung die Notwendigkeit einer sorgfältigen Planung betont. Zu den jüngsten Entwicklungen zählen eine neue Vereinbarung zur mobilen Arbeit sowie die Umbenennung von quattro GmbH in Audi Sport.
Anfang Oktober trat am Standort Neckarsulm eine neue Betriebsvereinbarung zum „Mobilen Arbeiten“ in Kraft. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem Audi-Chef Rupert Stadler die Bedeutung einer umsichtigen Planung für die anstehenden Markteinführungen in den Jahren 2017 und 2018 unterstreicht. Stadler hat den Betriebsrat zudem eingeladen, sich der Initiative „Audi Zukunft“ anzuschließen, um gemeinsam die langfristige Strategie des Unternehmens zu gestalten.
Der Betriebsrat begrüßt zwar die Umfirmierung von quattro GmbH in Audi Sport, die am Standort Neckarsulm bleibt. Die Entwicklung von Brennstoffzellentechnologie am Werk sieht er jedoch nur als ersten Schritt. Gefordert werden weitere Maßnahmen, darunter die Erweiterung der Modellpalette um ein hochvolumiges Fahrzeug mit alternativem Antriebskonzept sowie ein SUV.
Michael Christ, Mitglied des Betriebsrats, drängt auf eine frühere Einbindung in zentrale Entscheidungen über die Zukunft des Werks. Zudem betont er den Bedarf an besserer Infrastruktur – sowohl personell als auch räumlich. Stadler seinerseits macht deutlich, dass die Sicherung und Stärkung des Know-hows des hochqualifizierten Teams in Neckarsulm oberste Priorität habe.
Der Betriebsrat besteht weiterhin auf mehr Investitionen in das Werk Neckarsulm, um Arbeitsplätze zu sichern und die Produktion auszubauen. Mit der neuen Vereinbarung zum mobilen Arbeiten und der Umbenennung von quattro GmbH in Audi Sport bereitet sich der Standort auf künftige Herausforderungen vor. Führung und Betriebsrat müssen nun eng zusammenarbeiten, um Innovation und Arbeitsplatzsicherheit in Einklang zu bringen.






