19 March 2026, 20:31

Baden-Württemberg testet revolutionäre Methode für mehr Wasserspeicherung in Wäldern

Diagramm eines Waldes mit verschiedenen Wasserständen in Bäumen und Pflanzen mit erklärendem Text.

Baden-Württemberg testet revolutionäre Methode für mehr Wasserspeicherung in Wäldern

Wälder spielen eine entscheidende Rolle für den Wasserhaushalt – besonders in Zeiten des Klimawandels, der Dürren und Starkregen verschärft. In Baden-Württemberg erproben Behörden nun neue Methoden, um die Wasserspeicherung in Wäldern zu verbessern. Ziel ist es, die Wälder widerstandsfähiger zu machen, Städte vor Überschwemmungen zu schützen und gleichzeitig die Qualität des Grundwassers zu sichern.

Das Forstliche Forschungsinstitut Baden-Württemberg leitet Pilotprojekte, die darauf abzielen, die Wasserspeicherkapazität von Wäldern zu erhöhen. Im Mittelpunkt stehen dabei umgestaltete Wasserquerungen entlang von Waldwegen, die Regenwasser länger im Ökosystem zurückhalten sollen. Bisher hat kein anderes Bundesland vergleichbare Initiativen gestartet – der Ansatz ist damit einzigartig in Deutschland.

Wälder fungieren von Natur aus wie riesige Schwämme: Sie nehmen Regen auf und geben das Wasser langsam wieder ab, um Bodenerosion und Sturzfluten zu verhindern. Gleichzeitig filtern ihre Bodenschichten das Wasser und sorgen so für sauberes Grundwasser, das die Vorräte auffüllt. Im Winter lassen laubabwerfende Mischwälder mit ihrem geringeren Blätterdach mehr Regen versickern, was die Grundwasserneubildung fördert.

Doch Wälder leisten noch mehr: Im Sommer kühlen sie durch die Verdunstung über die Blätter die Luft und tragen sogar zur lokalen Regenbildung bei, indem sie die Wolkenbildung unterstützen. Angesichts steigender Temperaturen und extremer Wetterereignisse wird der Umbau zu klimaresistenten Mischwäldern jedoch immer dringlicher – nur so lassen sich diese Funktionen langfristig erhalten.

Die Projekte in Baden-Württemberg zielen darauf ab, die Wälder gegen die Folgen des Klimawandels zu wappnen und gleichzeitig die Wasserressourcen zu schützen. Durch eine bessere Rückhaltung und natürliche Filterung des Regens könnten Überschwemmungsrisiken sinken und die Grundwasserqualität steigen. Sollte sich der Ansatz in den kommenden Jahren bewähren, könnte er bundesweit Schule machen.

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