Baden-Württemberg will seine UNESCO-Welterbestätten besser vernetzen und fördern
Ira DowergBaden-Württemberg will seine UNESCO-Welterbestätten besser vernetzen und fördern
Baden-Württemberg hat in den letzten zehn Jahren seine Liste der UNESCO-Welterbestätten rasant erweitert. Derzeit zählt das Land sieben anerkannte Stätten, zwei weitere stehen auf der Warteliste. Nun bemühen sich die Verantwortlichen, die Vernetzung zwischen diesen kulturellen und historischen Schätzen zu stärken.
Die Landesregierung kündigte kürzlich Pläne für ein Förderprogramm für die Welterbestätten an. Im laufenden Haushaltsjahr wurden rund 250.000 Euro für erste Maßnahmen bereitgestellt. Weitere Mittel sollen 2023 und in den folgenden Jahren fließen.
Das neue Förderkonzept konzentriert sich auf vier zentrale Bereiche: Vernetzung, Schutz, Besuchererlebnis und Vermarktung. Die Behörden wollen die Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg verbessern und gleichzeitig für eine bessere Instandhaltung sowie eine stärkere öffentliche Einbindung sorgen. Ziel ist ein einheitlicherer Ansatz für den Erhalt dieser Stätten.
Zwei neue Kandidaten wurden für das Auswahlverfahren der UNESCO eingereicht: der Stuttgarter Fernsehturm und die Heuneburg an der oberen Donau. Beide werden derzeit geprüft. Bei einer erfolgreichen Aufnahme würden sie zu den bereits sieben anerkannten Stätten in der Region stoßen.
Das Förderprogramm soll die Bemühungen rund um die wachsende Zahl der Welterbestätten in Baden-Württemberg besser koordinieren. Mit neun Stätten – entweder bereits anerkannt oder in der Pipeline – arbeitet das Land daran, deren langfristigen Erhalt und Zugänglichkeit zu sichern. Gleichzeitig soll die Initiative das nationale und internationale Profil der Stätten schärfen.






