Baden-Württembergs Winzer erhalten neue Fördergelder für nachhaltigen Weinbau ab 2027
Katherina HermannBaden-Württembergs Winzer erhalten neue Fördergelder für nachhaltigen Weinbau ab 2027
Weinbau in Baden-Württemberg steht vor Veränderungen: Neues Förderprogramm ab 2027
Ab 2027 wird sich der Weinbau in Baden-Württemberg durch eine neue Fördermaßnahme wandeln. Im Rahmen des FAKT-II-Programms wird die "Brache im Weinbau (E16)" eingeführt, um die Bodenqualität und die biologische Vielfalt zu stärken. Winzer erhalten finanzielle Unterstützung, wenn sie gerodete Weinbergflächen unter strengen Auflagen aus der Produktion nehmen.
Die neue E16-Maßnahme zielt auf die Regeneration der Böden ab: Gerodete Weinbergparzellen müssen mit einer mehrjährigen Blühmischung (M3 ) eingesät werden, und zwar mit einer Aussaatdichte von 10 bis 12 Kilogramm pro Hektar. Die Aussaat muss bis zum 15. Mai erfolgen – alternativ ist auch eine Saat im Spätsommer oder Herbst des Vorjahres möglich.
Ab dem ersten Jahr müssen die Flächen mindestens alle zwei Jahre gemulcht oder gemäht werden. Diese Arbeiten dürfen nicht in den Schutzperioden für bodennistende Vögel stattfinden und müssen bis zum 16. November abgeschlossen sein. Die Maßnahme gilt ausschließlich für Flächen, die aus dem Weinbau genommen werden; die Meldefrist endet am 31. Mai des Antragsjahres.
Winzer können bis zu drei Hektar pro Betrieb beantragen und erhalten eine Förderung von 2.500 Euro pro Hektar. Voraussetzungen für die Teilnahme sind der Status als aktiver Landwirt, eine Mindestflächengröße von 0,01 Hektar sowie ein Mindestförderbetrag von 250 Euro pro Betrieb. Die Neuerung ist Teil der CAP-Förderperiode 2023–2027, die die Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Nachhaltigkeit der regionalen Weinwirtschaft stärken soll.
Ab 2027 schafft die E16-Maßnahme finanzielle Anreize für die Stilllegung von Weinbergen. Geförderte Winzer müssen dabei strenge Vorgaben zu Aussaat, Pflege und Meldung einhalten. Das Programm ist Teil einer breiteren Initiative, den Weinbau zu modernisieren und gleichzeitig lokale Ökosysteme zu schützen.






