31 May 2026, 08:27

BAföG-Reform verschoben – doch KI-Chatbot soll Studierenden ab 2024 helfen

Forschungsministerin Bär: BAföG-Reform am Scheideweg - Studieren und Arbeiten 'kein Problem'

BAföG-Reform verschoben – doch KI-Chatbot soll Studierenden ab 2024 helfen

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär hat Pläne für eine rasche Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes angekündigt. Gleichzeitig bestätigte sie Verzögerungen bei der geplanten Neugestaltung des BAföG. Die Änderungen erfolgen im Rahmen einer Neuausrichtung der Haushaltsprioritäten durch die Regierung.

Die Ministerin stellte zudem einen neuen KI-Chatbot vor, der ab diesem Jahr die BAföG-Anträge vereinfachen soll.

Bär räumte ein, dass die für das Wintersemester 2026/27 vorgesehene BAföG-Reform nun auf unbestimmte Zeit verschoben wird. Kürzungen in Bundesprogrammen hätten die Pläne nach hinten geschoben. Sie betonte, dass die Verzögerung zwar bedauerlich sei, Studierende in Deutschland jedoch bereits von einem „hochprivilegierten System“ profitierten – ohne Studiengebühren und mit staatlich finanzierten Studienplätzen.

Die Ministerin fügte hinzu, dass Nebenjobs während des Studiums keine unzumutbare Belastung darstellten. Jeder solle einen Beitrag zur eigenen Ausbildung leisten. Die aktuelle Situation bezeichnete sie als „handhabbar“, selbst ohne sofortige BAföG-Anpassungen.

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Auf digitaler Ebene treibt das Ministerium unterdessen Verbesserungen voran: Ein KI-gestützter Chatbot wird in Kürze auf dem Portal bafoeg-digital integriert. Er soll Nutzer:innen durch die Antragsvoraussetzungen und -schritte führen und ist mit dem bestehenden BAföG-Rechner verknüpft, der anonym und unverbindlich mögliche Förderbeträge schätzt.

Die Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes hingegen schreitet zügig voran. Die geplanten Änderungen zielen auf klarere rechtliche Rahmenbedingungen und bessere Arbeitsbedingungen ab – etwa durch Mindestvertragslaufzeiten für Erstanstellungen im akademischen Bereich. Bär unterstrich, dass mehr Transparenz insbesondere Nachwuchswissenschaftler:innen zugutekäme.

Während die BAföG-Reform aufgrund von Sparmaßnahmen vorerst auf Eis liegt, sollen Studierende ab 2024 zumindest durch den neuen KI-Chatbot Unterstützung bei der Antragstellung erhalten.

Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz wird hingegen zeitnah novelliert, um die Jobsecurity von Forscher:innen zu stärken. Der Fokus des Ministeriums liegt nun auf der Umsetzung dieser Änderungen – bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der bestehenden Förderstrukturen für Studierende.

Quelle