05 June 2026, 15:03

BAFTA-Gewinnerin Aysha Rafaele prangert mangelnde Vielfalt im Fernsehen an

'Vengeance: Mord auf der Heide' - Schöpferin Aysha Rafaele bedauert mangelnden Fortschritt in der Darstellung von Schwarzen und britischen Asiaten im Fernsehen seit Adeel Akhtar bei 'Mord durch meinen Vater' einen BAFTA-Gewinn erzielt hat

BAFTA-Gewinnerin Aysha Rafaele prangert mangelnde Vielfalt im Fernsehen an

Aysha Rafaele, eine vierfache BAFTA-Gewinnerin, kritisiert mangelnde Fortschritte bei der Vielfalt auf dem Bildschirm

Die preisgekrönte Kreative Aysha Rafaele hat sich zu den zögerlichen Fortschritten bei der Darstellung von Schwarzen und britisch-asiatischen Communities im Fernsehen geäußert. Zehn Jahre nach der Ausstrahlung von Murdered by my Father (dt. Von meinem Vater ermordet) beim Sender BBC sieht sie kaum Veränderungen in der Art und Weise, wie diese Gruppen porträtiert werden.

Ihr aktuelles Projekt, Vengeance: Murder on the Heath (dt. Rache: Mord auf der Heide), basiert auf dem realen Fall des Sikhs Gagandip Singh, eines TV-Managers, der ermordet wurde. Das Drama, das am kommenden Sonntag auf Channel 4 zu sehen sein wird, ist eine weitere Zusammenarbeit mit ihrem kreativen Partner Joseph Bullman.

Rafaele hatte nach dem BAFTA-Gewinn von Adeel Akhtar für Murdered by my Father im Jahr 2017 auf größere Fortschritte in Sachen Vielfalt gehofft. Doch stattdessen, so ihre Kritik, habe sich „rein gar nichts“ auf dem Bildschirm verändert. Zwar werde heute diverser besetzt, doch asiatische Mädchen würden nach wie vor oft als passiv dargestellt, asiatische Jungen als „Bravheitsengel“ – und schwarze sowie braune Schauspieler*innen tauchten häufig in bürgerlich-weißen Umfeldern auf.

Um diese Einschränkungen zu umgehen, haben Rafaele und Bullman Erfolg damit, ihre Ideen direkt an Dokumentarfilm-Teams statt an Drama-Redaktionen zu pitchen. Faktische Formate, so ihre Erfahrung, würden schneller umgesetzt und böten mehr kreative Freiheit. Sowohl Dirty Business als auch Vengeance wurden von der unscripted-Abteilung von Channel 4 in Auftrag gegeben.

Vengeance erzählt die Geschichte von Singh, der nach einer Vergewaltigungsanklage in eine Studentenwohnung gelockt, zusammengeschlagen und schließlich in einem brennenden Auto zurückgelassen wurde. Rafaele, die das Drama schrieb, inszenierte und produzierte, beschreibt es als einen neuen Blick auf die britische Sikh-Gemeinschaft. Trotz geringer Budgets setzen sie und Bullman auf die Förderung von Nachwuchstalenten für die Hauptrollen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Ausstrahlung erfolgt im Rahmen des Sonntagsabend-Programms von Channel 4. Rafaeles Arbeit stellt weiterhin Branchenstandards infrage – doch echte Veränderungen bei der Repräsentation vollzögen sich ihrer Meinung nach nur langsam. Vengeance bietet eine seltene Gelegenheit, eine britisch-asiatische Geschichte mit Tiefe und Dringlichkeit zu erleben.

Quelle