19 April 2026, 20:31

Berlins Wohnungsnot bringt Mieter:innen und Jugendzentren auf die Straße

Plakat, das Berlin, Deutschland, zeigt, mit einer Statue, Gebäuden, einem Turm, Menschen, Fahrzeugen auf der Straße und einer Brücke mit Text, der Informationen über die Stadt enthält.

Berlins Wohnungsnot bringt Mieter:innen und Jugendzentren auf die Straße

Berlins Wohnungsnot treibt Mieter:innen, Jugendzentren und Aktivist:innen auf die Straße

Explodierende Mieten und Verdrängung bedrohen in der Hauptstadt immer mehr Existenzgrundlagen – und lösen Proteste sowie Solidaritätsbekundungen aus. In dieser Woche organisieren verschiedene Gruppen Demonstrationen, Versammlungen und Strategietreffen, um gegen die steigenden Kosten und unsichere Zukunftsperspektiven vorzugehen.

Am Dienstag, dem 31. März, finden zwei zentrale Veranstaltungen statt: Der Bezirksverband Pankow des Berliner Mietervereins ruft zu einer Solidaritätskundgebung um 12 Uhr vor dem Amtsgericht Mitte auf. Unterstützer:innen treffen sich vor dem Gerichtsgebäude in der Littenstraße 12–17, Saal 1806, um gegen unfaire Wohnungsmarkt-Praktiken zu protestieren.

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Am selben Abend veranstaltet das Bündnis "Berlin gegen Vonovia" sein nächstes Plenum um 18:30 Uhr im Nachbarschaftszentrum Schöneberg in der Hauptstraße 121a. Mieter:innen des Wohnungsriesen Vonovia wehren sich gemeinsam gegen drastische Mietsteigerungen und umstrittene Nebenkostenabrechnungen. Parallel dazu kämpfen Initiativen wie MieterWerkStadt in Charlottenburg für stärkere Mieterschutzrechte und gegen Gentrifizierung.

Auch Jugendräume geraten zunehmend unter Druck: Potse, Berlins zweitältestes Jugendzentrum, steht vor einer ungewissen Zukunft, da der Mietvertrag für die Zollgarage in sechs Monaten ausläuft. Ohne sofortige Alternative haben die Organisator:innen für Freitag, den 3. April, um 16 Uhr ein "Zweites Überlebensstrategie-Plenum" in der Columbiadamm 10 angesetzt. Langfristig soll bis 2030 ein Platz im geplanten "Haus der Jugend" gesichert werden – doch akute Lösungen sind dringend nötig.

In den kommenden Tagen werden Mieter:innen, Aktivist:innen und Jugendgruppen in ganz Berlin mobilmachen. Mit Demonstrationen, Treffen und Strategiegesprächen wollen sie den unmittelbaren Bedrohungen durch Mietexplosion, Verdrängung und Schließungen von Räumen begegnen. Ohne politische Gegenmaßnahmen könnte die Lage auf dem Wohnungsmarkt und in den Gemeinschaftsräumen der Stadt in den nächsten Monaten weiter eskalieren.

Quelle