Betrunken oder krank? Fahrer ohne Führerschein schlingert auf der B10
Nicolai SchlosserBetrunken oder krank? Fahrer ohne Führerschein schlingert auf der B10
Ein 36-jähriger Mann wurde am Montag von der Polizei gestoppt, nachdem er auf der B10 bei Eislingen auffällig gefahren war. Augenzeugen berichteten, dass sein Peugeot gegen 8:20 Uhr gefährlich zwischen den Spuren in Richtung Ulm geschlingert sei. Notdienste wurden alarmiert, und Beamte konnten das Fahrzeug mit Hilfe besorgter Passanten in Kuchen anhalten.
Der Fahrer gab an, wegen einer Erkrankung starke Medikamente eingenommen zu haben. Ein Bluttest soll nun klären, inwieweit die Wirkstoffe seine Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt haben.
Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass ihm der Führerschein entzogen worden war. In Baden-Württemberg wurden die Strafen für Fahren ohne gültige Fahrerlaubnis seit 2022 verschärft. Mobile Polizeieinheiten und automatische Kennzeichenerfassung haben im Rahmen der landesweiten "Null-Toleranz"-Kampagne die Zahl der erkannten Verstöße verdoppelt. Wiederholungstäter müssen seitdem mit mindestens drei Monaten Haft, Geldstrafen von bis zu 10.000 Euro und einem dauerhaften Führerscheinentzug rechnen – wie aktuelle Gerichtsurteile bestätigen.
Wie das Verfahren gegen den Mann weitergeht, hängt nun von den Ergebnissen des Bluttests und seinen Vorstrafen im Straßenverkehr ab. Sollte er nach den strengeren Regelungen von 2023 verurteilt werden, drohen ihm harte Sanktionen, darunter eine lange Haftstrafe und der endgültige Verlust des Führerscheins.






