19 June 2026, 10:22

BGH entscheidet über Schufa-Scores: Reicht die Transparenz der Bonitätsbewertung?

Schufa vor Gericht: Ein veralteter Streit - Mit Konsequenzen für die Zukunft der KI

BGH entscheidet über Schufa-Scores: Reicht die Transparenz der Bonitätsbewertung?

In Deutschland entbrennt ein Rechtsstreit um die Transparenz von Bonitätsbewertungen. Fünf Kläger haben die Schufa verklagt, weil sie der Ansicht sind, dass deren Offenlegungen zur Berechnung der Schufa-Scores den Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) nicht genügen. Der Fall liegt nun beim Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe.

Die Schufa führte im März 2023 ein neues Scoring-Modell ein, das auf einer standardisierten Skala von 100 bis 999 basiert und zwölf klar definierte Kriterien berücksichtigt. Das Unternehmen betont, dass dieses aktualisierte System bereits die künftigen Transparenzstandards übertreffe.

Die Kläger sehen das anders. Sie fordern detailliertere Einblicke, wie der Algorithmus einzelne Faktoren gewichtet und zu seinen Entscheidungen gelangt. Die Schufa hält dagegen, dass ihre aktuellen Angaben vollumfänglich den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.

Ab November 2026 gelten strengere Transparenzregeln für alle wesentlichen Scoring-Systeme. Der neue Rechtsrahmen soll das ältere, komplexere Modell bis Ende 2028 ablösen. Nun muss der BGH entscheiden, ob die bisherigen Offenlegungen der Schufa den DSGVO-Anforderungen für automatisierte Entscheidungsfindung gerecht werden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Urteil des Gerichts wird richtungsweisend für datenbasierte Bewertungen sein. Es wird klären, wie detailliert Unternehmen über algorithmische Entscheidungen Auskunft geben müssen. Das Ergebnis könnte künftige Transparenzpflichten für ähnliche Systeme prägen.

Quelle