Bitburger kämpft gegen Bierkrise mit Fußball-Sponsoring und alkoholfreien Alternativen
Nicolai SchlosserBitburger kämpft gegen Bierkrise mit Fußball-Sponsoring und alkoholfreien Alternativen
Deutschlands Bierbranche durchlebte 2025 ein weiteres schwieriges Jahr: Die Produktion brach um fast sechs Prozent ein. Die Bitburger Braugruppe, einer der größten Brauereikonzerne des Landes, schnitt dabei noch schlechter ab als der Markt im Durchschnitt. Doch trotz des Rückgangs setzt das Unternehmen auf strategische Weichenstellungen, um wieder an Fahrt aufzunehmen – darunter ein prominenten Wiedereinstieg in das Fußballsponsoring.
Der Rückgang beim Bierabsatz spiegelt tiefgreifende Veränderungen im Konsumverhalten wider. Insgesamt trinken die Deutschen weniger Alkohol und gehen seltener aus, was traditionelle Brauereien hart trifft. Besonders die jüngeren Generationen setzen vermehrt auf einen gesünderen Lebensstil, während wirtschaftliche Unsicherheiten die Nachfrage seit Jahren dämpfen.
Doch Bitburger verzeichnet in einem wachsenden Segment Erfolge: alkoholfreies Bier. Der Brauereikonzern führt den Markt bei 0,0-Prozent-Produkten an und verzeichnet hier zweistellige Wachstumsraten bei Absatz und Umsatz. Nun will das Unternehmen diese Getränke als etablierte Erfrischungsalternativen positionieren – und nicht länger nur als alkoholfreie Bierersatzprodukte.
Gleichzeitig belebt die Brauerei eine alte Partnerschaft neu. Nach dem Ende der 25-jährigen Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) im Jahr 2018 steigt Bitburger nun wieder als Sponsor der Nationalmannschaft ein. Stefan Schmitz, Geschäftsführer der Bitburger Braugruppe, begründete die Rückkehr mit einer veränderten Ausrichtung und Teamkultur beim DFB. Der Zeitpunkt fällt mit der anstehenden Weltmeisterschaft in Nordamerika zusammen, wo sich Bitburger eine höhere Markenpräsenz und Sonderverkäufe erhofft.
Der erneute Einstieg ins Fußballsponsoring und der Fokus auf alkoholfreie Biere kommen für Bitburger zu einem entscheidenden Moment. Angesichts schrumpfender Absatzzahlen bei klassischem Bier setzt die Brauerei auf neue Strategien, um ihre Marktposition zu festigen. Ob sich diese Schritte auszahlen, wird sich bei der WM und angestammten Konsumtrends zeigen.






