CDU-Chef Heuer wehrt sich gegen AfD-Absprache-Vorwürfe in Sachsen-Anhalt
Nicolai SchlosserCDU-Chef Heuer wehrt sich gegen AfD-Absprache-Vorwürfe in Sachsen-Anhalt
Guido Heuer, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag von Sachsen-Anhalt, hat Vorwürfe einer Absprache mit Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD, zurückgewiesen. Er bezeichnete die öffentliche Aufmerksamkeit für den Vorfall als Ablenkung von zentralen Themen wie Deregulierung und Fachkräftemangel.
Heuer sprach von einem „Dilemma“ und verwies auf die doppelte Rolle der AfD als rechtsextreme und zugleich demokratisch gewählte Partei. Er argumentierte, dass es nicht auf die Herkunft einer parlamentarischen Mehrheit ankomme, solange die inhaltliche Entscheidung sachlich fundiert sei.
Ein Foto und ein Video von einer Wahlveranstaltung hätten, so Heuer, einen „völlig falschen Eindruck“ seines Gesprächs mit Siegmund erweckt. Er räumte ein, dass die Situation missverstanden werden könne, weigerte sich jedoch, sich von Kritikern „in eine Ecke drängen“ zu lassen.
Heuer betonte, die CDU müsse die AfD inhaltlich herausfordern, dabei aber die parlamentarischen Spielregeln wahren. Gleichzeitig lud er alle Fraktionen – einschließlich der AfD – ein, die Positionen der CDU im Landtag zu unterstützen.
Der CDU-Politiker bleibt bei seiner Haltung, mit der AfD im Rahmen demokratischer Strukturen zusammenzuarbeiten. Er besteht darauf, dass der Fokus auf sachpolitischen Debatten liegen solle und nicht auf vermeintlichen Bündnissen. Seine Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund anhaltender Diskussionen über parteiübergreifende Kontakte in Sachsen-Anhalt.






