Christine Angerer soll neue Präsidentin des Bundesgerichtshofs werden
Christine Angerer soll nächste Präsidentin des Bundesgerichtshofs (BGH) werden. Die Nominierung geht auf einen Vorschlag der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurück und wird von der SPD unterstützt. Bei einer Bestätigung wird sie Bettina Limperg nachfolgen, die Ende August in den Ruhestand geht.
Angerers juristische Laufbahn begann 1993 als Staatsanwältin in München. Später promovierte sie an der Freien Universität Berlin, bevor sie in der Justiz Karriere machte. Von 2021 bis 2023 leitete sie das Bayerische Landesjustizprüfungsamt, nachdem sie zuvor Vizepräsidentin des Landgerichts München II gewesen war.
2023 übernahm sie das Amt der Präsidentin des Oberlandesgerichts Bamberg. Ihre Ernennung zur BGH-Präsidentin hängt nun von einer Abstimmung im Richterwahlausschuss ab, der sich aus 16 Landesjustizministern und 16 Bundestagsabgeordneten zusammensetzt. Der Ausschuss wird voraussichtlich am 10. Juni über ihre Wahl zur BGH-Richterin entscheiden.
Das Bundesjustizministerium hat bereits seine Unterstützung für die Nominierung signalisiert. Eine abschließende Kabinettsentscheidung wird ihre Ernennung vor Limpergs Ausscheiden Ende August bestätigen.
Angerers Wahl wäre der nächste Schritt in einer langen juristischen Karriere. Das Verfahren erfordert die Zustimmung sowohl des Wahlausschusses als auch des Bundeskabinetts. Nach ihrer Bestätigung wird sie die Leitung des höchsten deutschen Zivil- und Strafgerichts übernehmen.






