Daimler Truck baut Rüstungsgeschäft massiv aus – 1.000 neue Jobs geplant
Ira DowergDaimler Truck baut Rüstungsgeschäft massiv aus – 1.000 neue Jobs geplant
Daimler Truck will sein Verteidigungsgeschäft in den kommenden Jahren deutlich ausbauen. Das Unternehmen plant, rund 1.000 neue Mitarbeiter einzustellen und strebt an, bis 2028 einen Umsatz von einer Milliarde Euro mit Rüstungsaufträgen zu erzielen. Dieser Schritt folgt der Einführung der neuen Dachmarke Daimler Truck Defence, unter der die militärischen Fahrzeugaktivitäten gebündelt werden sollen.
Das Werk in Wörth am Rhein in Rheinland-Pfalz wird bei dieser Expansion eine zentrale Rolle spielen. Am Standort sollen über 100 neue Arbeitsplätze entstehen, die das Wachstum im Verteidigungsbereich unterstützen. Bereits im vergangenen Jahr erreichte Daimler Truck im Rüstungssegment einen Umsatz im mittleren dreistelligen Millionenbereich – allerdings machen Militärfahrzeuge weiterhin nur einen einstelligen Prozentanteil am gesamten Fahrzeugabsatz aus.
Die neue Marke Daimler Truck Defence umfasst nicht nur die Lkw-Sparte von Mercedes-Benz, sondern auch Marken wie Western Star und BharatBenz und erweitert so das Portfolio des Konzerns im Verteidigungsmarkt. Der Bereich gilt trotz der jüngsten finanziellen Herausforderungen des Unternehmens als wichtiger Wachstumstreiber.
2022 war der Gewinn von Daimler Truck im Vergleich zum Vorjahr um 34 Prozent auf zwei Milliarden Euro gesunken. Hauptgründe für diesen Rückgang waren US-Zölle und eine schwache Nachfrage in Nordamerika. Der Gesamtumsatz des Unternehmens belief sich 2023 auf 49,5 Milliarden Euro.
Die Expansion in den Verteidigungssektor markiert eine strategische Neuausrichtung für Daimler Truck. Die geplante Aufstockung der Belegschaft und die Umsatzziele unterstreichen das Engagement des Konzerns in diesem Bereich. Mit der neuen Marke und der Fokussierung auf die Produktion will das Unternehmen seine Position auf dem wachsenden Rüstungsmarkt stärken.






