06 May 2026, 08:45

Deutschlands Apotheker werden immer älter – droht ein Personalnotstand bis 2039?

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Deutschlands Apotheker werden immer älter – droht ein Personalnotstand bis 2039?

Apotheker in Deutschland werden immer älter – fast ein Drittel ist bereits 56 oder älter. Die Durchschnittsalter der in öffentlichen Apotheken Beschäftigten liegt mittlerweile bei 48,4 Jahren, was Sorgen über künftige Personalengpässe aufkommen lässt. Viele Angehörige der Babyboomer-Generation werden in den nächsten 15 Jahren in Rente gehen und damit Lücken in der Belegschaft hinterlassen.

Eine genauere Betrachtung der Zahlen zeigt einen deutlichen Alterungstrend: Fast 6,5 % der Apotheker sind 66 Jahre oder älter, während 13,5 % zwischen 56 und 60 Jahre alt sind. Zum Vergleich: Nur 10,7 % der Apotheker sind jünger als 30 Jahre.

Besonders ausgeprägt ist die Situation bei den Apothekenleitern, deren Durchschnittsalter bei 53,6 Jahren liegt. In der gesamten deutschen Erwerbsbevölkerung ist etwa ein Viertel der Beschäftigten zwischen 55 und 64 Jahre alt – in Apotheken ist der Anteil älterer Arbeitnehmer jedoch deutlich höher.

Bis zum Jahr 2039 werden voraussichtlich 13,4 Millionen Menschen in Deutschland das gesetzliche Renteneintrittsalter von 67 Jahren überschritten haben. Dieser Wandel wird auch die Apothekenbranche treffen, in der bereits jetzt viele erfahrene Mitarbeiter kurz vor dem Berufsausstieg stehen. Gleichzeitig sind nur 12,5 % der Apotheker zwischen 36 und 40 Jahre alt – ein Hinweis darauf, dass es zu wenige Berufserfahrene in der mittleren Karrierephase gibt, die Führungspositionen übernehmen könnten.

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Die Daten verdeutlichen eine wachsende Herausforderung für den Apothekensektor in Deutschland: Angesichts des hohen Anteils älterer Beschäftigter und des Mangels an jüngerem Nachwuchs könnten sich die Personalengpässe in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Der Renteneintritt der Babyboomer wird die Zahl der verfügbaren erfahrenen Apotheker zusätzlich verringern.

Quelle