EnBW plant riesigen Batteriespeicher am Standort des AKW Philippsburg bis 2027
Nicolai SchlosserEnBW plant riesigen Batteriespeicher am Standort des AKW Philippsburg bis 2027
Der Energieversorger EnBW hat Pläne bekannt gegeben, am Standort des ehemaligen Kernkraftwerks Philippsburg eine große Batteriespeicheranlage zu errichten. Das Projekt soll einen zentralen Knotenpunkt für erneuerbare Energien schaffen und bis Ende 2027 fertiggestellt werden. Eine finale Investitionsentscheidung oder Baugenehmigung liegt jedoch noch nicht vor.
Die Stilllegung der beiden Reaktorblöcke der Anlage begann 2017 bzw. 2020. Dennoch steht das Gelände für das Batteriespeicherprojekt bereits innerhalb des Energieparks zur Verfügung – unabhängig von den laufenden Rückbauarbeiten.
Die Anlage soll eine Leistung von 400 Megawatt und eine Kapazität von 800 Megawattstunden aufweisen. EnBW hält den Standort aufgrund der bestehenden Netzinfrastruktur und Energieanbindungen für ideal. Der Netzbetreiber TransnetBW soll bis Mitte 2027 die notwendige Netzanbindung für das Be- und Entladen bereitstellen.
EnBW plant, das Projekt ohne staatliche Subventionen zu finanzieren. Stattdessen sollen die Einnahmen aus dem Stromverkauf und der Bereitstellung von Netzdienstleistungen stammen. Bei reibungslosem Ablauf könnte der Speicher bis Ende 2027 in Betrieb gehen.
Die Batteriespeicheranlage ist als zentraler Speicherknoten für erneuerbare Energien konzipiert. Ihr Erfolg hängt von der Erteilung der Genehmigungen, der finalen Investitionsfreigabe und dem termingerechten Ausbau der Netzverbindungen ab. EnBW setzt dabei auf marktbasierte Erlösmodelle und verzichtet auf öffentliche Förderung.






