Equal Pay Day 2026: Warum Frauen in Deutschland noch immer 16 Prozent weniger verdienen
Ira DowergEqual Pay Day 2026: Warum Frauen in Deutschland noch immer 16 Prozent weniger verdienen
Equal Pay Day 2026 findet am 27. Februar in Greifswald statt
Am 27. Februar 2026 macht der Equal Pay Day in Greifswald auf die anhaltende Lohnlücke zwischen Männern und Frauen in Deutschland aufmerksam – sie beträgt derzeit 16 Prozent. Das bedeutet: Im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen arbeiten Frauen rechnerisch 58 Tage im Jahr unbezahlt.
Seit 2008 hat sich die Lohnlücke verringert: Damals lag sie noch bei etwa 23 Prozent, 2024 sank sie von 18 auf 16 Prozent. Doch die bereinigte Lohnlücke – die Faktoren wie Berufswahl und Erfahrung berücksichtigt – bleibt bei rund 6 Prozent.
Fortschritte und anhaltende Unterschiede Ein Grund für die Verbesserung: 2024 stiegen die Löhne von Frauen um 8 Prozent, während Männer nur 5 Prozent mehr verdienten. Die Bundesregierung strebt an, die unbereinigte Lücke bis 2030 auf 10 Prozent zu senken. Im öffentlichen Dienst beträgt sie bereits nur 4 Prozent, in der Privatwirtschaft dagegen 18 Prozent. Besonders groß ist die Kluft in Branchen wie der Wirtschaftsprüfung, wo erfahrene Frauen bis zu 29 Prozent weniger verdienen können.
Strukturelle Benachteiligung Frauen in Deutschland arbeiten häufiger in Teilzeit, in schlechter bezahlten Positionen oder in unterbewerteten Berufen – Faktoren, die die Lohnungleichheit verstärken. Die Kampagne 2026, organisiert vom Bündnis Equal Pay Day MV (u. a. mit dem Landesfrauenrat Mecklenburg-Vorpommern und DGB Nord), steht unter dem Motto "Nahtlos durch die Nacht" und setzt sich für mehr Lohngerechtigkeit ein.
Programm und Ziele Die Veranstaltung in der STRAZE beginnt am 27. Februar um 16:30 Uhr mit Diskussionsrunden, Livemusik und kulturellen Beiträgen, um auf die Lohnlücke aufmerksam zu machen. Mit 16 Prozent liegt Deutschland weiterhin über dem EU-Durchschnitt von 12 Prozent.
Die Kampagne 2026 in Greifswald will durch öffentliche Debatten und politische Initiativen weitere Fortschritte erzielen. Zwar gibt es Erfolge, doch die Lücke spiegelt nach wie vor tiefgreifende Ungleichheiten am Arbeitsmarkt wider. Das Event soll Lösungsansätze aufzeigen und Druck auf Arbeitgeber sowie Politiker ausüben, die Kluft endlich zu schließen.
Germany Joins 12 EU Nations with National Equal Pay Days
The EU27's average gender pay gap stands at 12% (2023 data), but Germany's 16% gap remains above this benchmark. Notably, 12 EU countries including Germany have established national Equal Pay Days tailored to their specific pay disparities. This reflects a coordinated effort across Europe to address structural inequalities through localized awareness campaigns.






