05 June 2026, 11:23

EU-Zollreform: Warum Online-Einkäufe aus Drittländern ab Juli teurer werden

Ab dem 1. Juli: Online-Einkauf bei Händlern außerhalb der EU wird teurer

EU-Zollreform: Warum Online-Einkäufe aus Drittländern ab Juli teurer werden

Online-Einkäufe aus Ländern außerhalb der EU werden für Verbraucher teurer

Ab dem 1. Juli steigen die Kosten für Bestellungen aus Nicht-EU-Ländern. Auf Einkäufe unter 150 Euro werden dann neue Gebühren fällig. In den kommenden zwei Jahren folgen weitere Änderungen, die Millionen von Käufern in Europa betreffen werden.

Ab dem 1. Juli müssen Verbraucher bei Bestellungen bei Händlern außerhalb der EU mit höheren Preisen rechnen. Sendungen mit einem Wert unter 150 Euro werden pro Produktkategorie eine pauschale Zollgebühr von 3 Euro zahlen müssen – zusätzlich zur bereits bestehenden Einfuhrumsatzsteuer. Ein Handyhülle für 7 Euro könnte so nach Gebühren fast 20 Euro kosten.

Weitere Änderungen stehen bevor: Ab dem 1. November 2026 wird eine zusätzliche Gebühr für Sendungen unter 150 Euro eingeführt, deren genaue Höhe die Europäische Kommission festlegen wird. Bis etwa 2028 werden dann alle Sendungen – unabhängig vom Wert – mit Zollabgaben belegt, sobald alle EU-Länder eingehende Waren vollständig kontrollieren und abfertigen können.

Einkäufe innerhalb der EU bleiben dagegen unkompliziert, da in der Regel keine Steuern oder Zölle anfallen. Ausnahmen gelten für Kaffee, Alkohol, Tabak und deren Ersatzprodukte. Beim Kauf bei Händlern außerhalb der EU gibt es jedoch Risiken: Rückgaben, Rückerstattungen und Garantieansprüche sind oft schwerer durchzusetzen, und die Rücksendung von Waren kann problematisch sein.

Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten Verbraucher vor dem Kauf die rechtlichen Hinweise und Versandbedingungen des Händlers prüfen. Die Zollverwaltung bietet zudem einen Online-Rechner an, mit dem sich zusätzliche Kosten abschätzen lassen.

Die neuen Regelungen machen günstige Artikel von Nicht-EU-Händlern weniger attraktiv. Käufer müssen mit Zusatzkosten und möglichen Komplikationen bei Rücksendungen rechnen. Die Änderungen zielen zwar auf eine Vereinheitlichung der Zollverfahren in der EU ab, werden aber voraussichtlich die Preise für viele Online-Einkäufe erhöhen.

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