EZB veröffentlicht Klimaberichte: CO₂-Fußabdruck sinkt, grüne Anleihen steigen
Nicolai SchlosserEZB veröffentlicht Klimaberichte: CO₂-Fußabdruck sinkt, grüne Anleihen steigen
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren vierten Satz klimabezogener Finanzberichte veröffentlicht. Die Unterlagen zeigen den CO₂-Fußabdruck und die Klimarisiken in ihren Portfolios auf und markieren einen Schritt hin zu strengeren Standards bei der Klimaberichterstattung.
Im Jahr 2025 verzeichneten die nicht-geldpolitischen Portfolios der EZB stetige Fortschritte bei der Verringerung ihres relativen CO₂-Fußabdrucks. Gleichzeitig stieg der Anteil grüner Anleihen in diesen Portfolios. Erstmals veröffentlichte die EZB inflationsbereinigte Emissionskennzahlen, um die Entkarbonisierungsbemühungen transparenter darzustellen.
Die absoluten CO₂-Emissionen aus den geldpolitischen Portfolios des Eurosystems sowie den Devisenreserven der EZB gingen weiter zurück. Das Eurosystem bleibt damit auf Kurs, um seine Zwischenziele zur Reduzierung der Emissionen aus Unternehmensanleihen, die für die Geldpolitik gehalten werden, zu erreichen. Zudem kündigte die EZB an, den Anteil grüner Anleihen in ihrem Eigenmittelportfolio bis 2026 auf 35 Prozent zu erhöhen.
Die jüngsten Berichte leiten eine anspruchsvollere Phase der Klimaberichterstattung ein. Die EZB verlangt nun tiefgehende Analysen der Emissionsverbesserungen. Zudem hat sie ihren Fokus erweitert, um naturbezogene Risiken einzubeziehen, und wird die Fortschritte bei Daten und Berichtsstandards überwachen.
Die EZB-Berichte umfassen ein breites Spektrum an Portfolios, darunter geldpolitische Vermögenswerte, Devisenreserven und nicht-geldpolitische Bestände. Transparente Daten und eine disziplinierte Governance bleiben entscheidend, um die Klimaglaubwürdigkeit auf den globalen Märkten zu wahren. Die neuen Offenlegungen unterstreichen das Engagement der EZB für eine umsetzungsorientierte Klimastrategie mit realwirtschaftlicher Wirkung.






