Flexo in Salzgitter: Schüler kämpfen um den Erhalt des Rufbus-Dienstes bis 2026
Ira DowergFlexo in Salzgitter: Schüler kämpfen um den Erhalt des Rufbus-Dienstes bis 2026
Die Zukunft von Flexo, dem bedarfsgesteuerten Busdienst der Stadt Salzgitter, steht auf dem Spiel: Die aktuelle Förderung läuft Ende 2026 aus. Nun müssen lokale Politiker entscheiden, ob die finanzielle Unterstützung darüber hinaus verlängert wird. Unterdessen haben Anwohner und Schüler damit begonnen, für den Erhalt des Angebots zu kämpfen.
Flexo bedient derzeit die Stadtteile Salzgitter-Thiede und Salzgitter-Bad sowie Baddeckenstedt und das Umland. Seit der Einführung wird der Service durch regionale Zuschüsse finanziert – der Regionalverband Braunschweig übernimmt bis 2026 die Hälfte der Kosten. Danach fällt die vollständige Finanzierungsverantwortung an die einzelnen Kommunen, die den ÖPNV vor Ort sicherstellen müssen.
Zwei Schülerinnen, Ece Hickorkmaz und Esila Isbir, haben die Initiative ergriffen, um Flexo zu retten. Sie kontaktierten den Betriebsrat der KVG, verteilten Flyer und wandten sich an Verantwortliche – darunter Christian Striese, den Bürgermeister des Salzgitteraner Stadtteils Nordost. Hickorkmaz, die nach ihrem Schulabschluss Flexo für ihre Berufsausbildung nutzen möchte, startete zudem eine Online-Petition, die bereits 460 Unterschriften gesammelt hat.
Während die Zukunft des Dienstes in Salzgitter ungewiss ist, hat Flexo andernorts langfristige Verträge gesichert: Im Landkreis Gifhorn läuft der Betrieb bis 2033, in Baddeckenstedt ist die Finanzierung bis 2031 gesichert.
Die endgültige Entscheidung über das Schicksal von Flexo in Salzgitter liegt bei den lokalen Politikern. Ohne weitere Förderung wird der Service Ende 2026 eingestellt. Die Kampagne von Schülern und Bürgern zielt darauf ab, die Verantwortlichen davon zu überzeugen, die Rufbusse auch über diesen Stichtag hinaus zu erhalten.






