26 March 2026, 12:33

Freiburg erlassen iranischen Studierenden die Studiengebühren ab 2026

Plakat mit Text über Gebührenbefreiungen für Flüchtlinge auf über 1.000 Coursera-Kursen und geführten Diskussionen mit lokalen Studenten, zusammen mit Menschen, die wahrscheinlich Flüchtlingsbeutel halten.

Freiburg erlassen iranischen Studierenden die Studiengebühren ab 2026

Die Universität Freiburg hat bekannt gegeben, dass sie im Sommersemester 2026 die Studiengebühren für iranische Studierende erlassen wird. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund verschärfter US-Sanktionen und regionaler Konflikte, die den Iran finanziell außerstande setzen, seine im Ausland studierenden Staatsbürger zu unterstützen. Von der Entscheidung profitieren voraussichtlich rund 50 Studierende.

Seit 2023 haben US-Sanktionen, die diplomatische Isolation des Landes sowie der anhaltende Konflikt zwischen dem Iran, den USA und Israel die iranische Wirtschaft schwer belastet. Die Instabilität wurde durch Spannungen in der Straße von Hormus und schwankende Ölpreise weiter verschärft, was die staatlichen Ressourcen aufzehrt. In der Folge sehen sich iranische Studierende im Ausland zunehmend mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert.

Die Universität Freiburg hat die Anträge aller betroffenen iranischen Studierenden geprüft und in jedem Fall bewilligt. Die Entscheidung stützt sich auf bestehende Regelungen, die Gebührenbefreiungen bei akuter finanzieller Notlage vorsehen. Normalerweise zahlen internationale Studierende aus Nicht-EU-Ländern in Baden-Württemberg pro Semester 1.500 Euro Studiengebühren.

Auch die Landesregierung hat Maßnahmen ergriffen, um die betroffenen Studierenden zu entlasten. Die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Petra Olschowski rief die Hochschulen auf, die Verfahren für die Betroffenen zu vereinfachen. Gleichzeitig leisten lokale Studierendenwerke Nothilfe, darunter die Bereitstellung von Härtefallfonds.

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Die Krise hat unter Politikern eine breitere Debatte ausgelöst. Einige fordern nun die vollständige Abschaffung der Studiengebühren für internationale Studierende, um ähnliche Probleme in zukünftigen Krisensituationen zu vermeiden.

Der Gebührenerlass wird die finanzielle Belastung für etwa 50 iranische Studierende in Freiburg verringern. Notfallhilfen von Land und Studierendenwerken stehen bereits für Bedürftige bereit. Über langfristige Lösungen, wie etwa den vollständigen Verzicht auf Gebühren, wird weiterhin diskutiert.

Quelle