17 June 2026, 20:21

Funk rechtfertigt umstrittenen Instagram-Post über die Bibel als "Mondmüll"

Funk verteidigt "Bibel ist Müll"-Beitrag

Funk rechtfertigt umstrittenen Instagram-Post über die Bibel als "Mondmüll"

Funk verteidigt Instagram-Post, der die Bibel als „Müll“ bezeichnet

Die digitale Plattform Funk, ein gemeinsames Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF, hat einen Instagram-Beitrag verteidigt, in dem die Bibel als „Müll“ bezeichnet wurde. Der Begriff stand in einer Aufzählung, zu der auch Asche, Golfbälle und menschliche Hinterlassenschaften auf dem Mond zählten. Kritiker werfen der Plattform bereits seit Längerem eine antichristliche Haltung vor.

In dem Beitrag argumentierte Funk, dass Gegenstände wie Mondgestein bei der Rückkehr von Raumfahrzeugen zur Erde Vorrang haben sollten. Dadurch seien andere Objekte – darunter die Bibel – als „Müll auf dem Mond“ eingestuft worden. Später präzisierte die Plattform, dass mit „Müll“ von Menschen geschaffene Dinge gemeint seien, die natürlicherweise nicht auf der Mondoberfläche vorkommen würden.

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Die Erklärung konnte die Kritiker jedoch nicht besänftigen. Bereits Anfang dieses Jahres hatte Funk Gegenwind erhalten, nachdem in einem Social-Media-Beitrag die Abkürzung „v. u. Z.“ (vor unserer Zeitrechnung) statt „v. Chr.“ (vor Christus) verwendet worden war. Die Redaktion hielt damals wie heute an der Begründung fest, es handele sich um eine neutrale Formulierung, die dem Kontext angemessen sei.

Funk verwies zudem auf Wörterbuchdefinitionen von „Müll“ als festen oder Haushaltsabfall. Man habe den Begriff nicht als Beleidigung, sondern als sachliche Beschreibung gemeint. Eine bewusste Distanzierung von christlicher Terminologie oder eine Ablehnung religiöser Überzeugungen wies die Plattform zurück.

Die Debatte zeigt die anhaltenden Spannungen um Sprache und Repräsentation. Funk sieht sich wegen Formulierungen wie „Müll“ oder „v. u. Z.“ weiterhin Kritik aus bestimmten Kreisen ausgesetzt. Die Plattform bleibt jedoch bei ihrer Position, dass die redaktionellen Entscheidungen neutral und kontextuell angemessen seien.

Quelle