08 June 2026, 14:33

Fußballturnier in München ehrt Opfer des rechtsextremen Anschlags von 2016

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Fußballturnier in München ehrt Opfer des rechtsextremen Anschlags von 2016

Fußballturnier in München gedenkt der Opfer des Anschlags von 2016

Am 6. Juni fand in München ein Fußballturnier statt, um der Opfer des Anschlags von 2016 zu gedenken. Organisiert von Hasan Leyla und der Initiative München erinnert sich sollte die Veranstaltung das Andenken an die zehn Menschen wachhalten, die damals ihr Leben verloren. Viele der Getöteten, darunter Can Leyla und Guiliano Kollmann, hatten eine große Leidenschaft für den Fußball gehabt.

Das Turnier setzte sich auch mit der anfänglichen Einstufung des Anschlags als Amoktat eines Einzeltäters auseinander. Spätere Ermittlungen bestätigten, dass es sich um einen rechtsextremen Terrorakt handelte.

Am 22. Juli 2016 wurden in München zehn Menschen ermordet: Armela Segashi, Can Leyla, Dijamant Zabërgja, Guiliano Kollmann, Hüseyin Dayıcık, Roberto Rafael, Sabine S., Selçuk Kılıç, Sevda Dağ und ein zehntes, namentlich nicht genanntes Opfer. Jahre lang hatten die Behörden den Anschlag als Tat eines psychisch gestörten Einzelgängers dargestellt. Doch Beweise deckten später die rechtsextremen und rassistischen Motive auf.

Hasan Leyla, dessen Bruder Can zu den Opfern zählte, setzt sich seit Langem für die Anerkennung des wahren Charakters des Verbrechens ein. Das Fußballturnier wurde Teil dieser Bemühungen – es brachte Mannschaften zusammen, um der Verstorbenen zu gedenken. Das Team OEZ erinnert, das alle zehn Opfer repräsentierte, gewann den Wettbewerb.

Über das Gedenken an die Toten hinaus soll die Veranstaltung Schwung für die Gedenkfeiern zum zehnten Jahrestag 2026 geben. Leyla hofft, damit breitere öffentliche Unterstützung zu mobilisieren und dafür zu sorgen, dass die Geschichten der Opfer nicht in Vergessenheit geraten.

Fußball wurde bewusst gewählt, da viele der Getöteten den Sport geliebt hatten. Das Turnier verwandelte eine gemeinsame Leidenschaft in eine Möglichkeit, ihr Leben zu ehren und die Gemeinschaft zu stärken.

Der Sieg des Teams OEZ erinnert markierte einen symbolträchtigen Moment für die Angehörigen und Überlebenden. Das Turnier unterstrich die Forderung, den Anschlag als Terrorakt anzuerkennen und sich gemeinsam gegen Extremismus zu stellen. Die Organisatoren blicken nun auf den 22. Juli 2026, wenn weitere Gedenkveranstaltungen geplant sind.

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