23 May 2026, 04:39

Gerichtsurteil beendet #MeToo-Streit zwischen Grünen-Politikern mit bitteren Folgen

Grüne Politikerin Schedlich gewinnt Prozess gegen Gelbhaar

Gerichtsurteil beendet #MeToo-Streit zwischen Grünen-Politikern mit bitteren Folgen

Ein langwieriger Rechtsstreit zwischen zwei Grünen-Politikern ist mit einem Gerichtsurteil zugunsten von Klara Schedlich beendet worden. Im Mittelpunkt des Falls stand der ehemalige Bundestagsabgeordnete Stefan Gelbhaar, gegen den 2024 mehrere #MeToo-Vorwürfe erhoben worden waren. Viele dieser Anschuldigungen erwiesen sich später als haltlos, woraufhin sich der Rundfunksender RBB öffentlich entschuldigte.

Ausgelöst wurde die Kontroverse durch Berichte des RBB über mehrere #MeToo-Vorwürfe gegen Gelbhaar. Keine der Anschuldigungen stammte von Schedlich, doch gab sie später in einer eidesstattlichen Versicherung für den Sender Aussagen über ihn ab. Gelbhaar wies die Vorwürfe stets als falsch zurück.

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Die Folgen waren verheerend: Gelbhaar verlor seine sichere Nominierung für die Bundestagswahl 2025 und schied bereits im folgenden Jahr vorzeitig aus dem Parlament aus. Das Oberlandesgericht Hamburg entschied kürzlich zugunsten Schedlichs und erlaubte ihr, bestimmte Äußerungen über Gelbhaar zu wiederholen. Gleichzeitig stellte das Gericht fest, dass Teile des Streits auf widersprüchlichen Darstellungen und nicht auf bewiesenen Tatsachen beruhten.

Der RBB entschuldigte sich schließlich für die Berichterstattung über unbelegte Vorwürfe. Dennoch beendete der Rechtsstreit Gelbhaars politische Karriere. Das Urteil ermöglicht es Schedlich zwar, an ihren Aussagen festzuhalten, doch das Gericht erkannte an, dass es unterschiedliche Versionen der Ereignisse gibt. Gelbhaars Rückzug aus dem Parlament folgte auf den Verlust seiner Wahlkandidatur. Der Fall zeigt, wie nachhaltig sich öffentliche Vorwürfe auswirken können – selbst wenn sie später zurückgenommen oder widerlegt werden.

Quelle