25 March 2026, 12:35

Gorfion Green Energy fordert radikale Reformen für die beschleunigte Energiewende in Deutschland

Eine Liniengrafik, die die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Gorfion Green Energy fordert radikale Reformen für die beschleunigte Energiewende in Deutschland

Gorfion Green Energy legt Diskussionspapier vor: Schlüsselmaßnahmen für beschleunigte Energiewende in Deutschland

Das Unternehmen Gorfion Green Energy hat ein Diskussionspapier veröffentlicht, das zentrale Maßnahmen zur Beschleunigung des Umstiegs Deutschlands auf erneuerbare Energien skizziert. Unter dem Titel "Realitätscheck des deutschen Stromsystems" schlägt der Bericht Reformen vor, um Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern. Darin werden Politik, Netzbetreiber und Energieerzeuger aufgefordert, gemeinsam an der Umsetzung dieser Veränderungen zu arbeiten.

Parallel dazu hat die Bundesregierung ein Paket mit 90 Klimaschutzmaßnahmen vorgestellt, darunter zusätzliche Ausschreibungen für Windkraft und Fördermittel für den Ausbau von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge.

Kernforderung: Bedarfsorientierter Ausbau der Erneuerbaren Das Papier plädiert für eine am Verbrauch ausgerichtete Erweiterung der erneuerbaren Energien, mit Schwerpunkt auf Regionen mit hohem Strombedarf, um bestehende Infrastruktur optimal zu nutzen. Vorgeschlagen werden zudem ein digitaler Zwilling des deutschen Stromnetzes sowie standardisierte technische Regelwerke, um den Betrieb zu vereinfachen.

Entlastung der Netze durch marktgestützte Anreize Um Netzengpässe zu verringern, empfiehlt Gorfion die Einführung regionaler Preiszonen und dynamischer Netzentgelte. Diese sollten einen effizienteren Energieeinsatz fördern und künftige Ausbaumaßnahmen steuern. Ein weiteres Konzept, die "Multi-Co-Location", zielt darauf ab, die bestehende Netzkapazität besser auszunutzen und teure Redispatch-Maßnahmen zu reduzieren.

Kritik an EEG-Förderung – Forderung nach Marktintegration Gorfion spricht sich für die Abschaffung der EEG-Umlage aus und setzt stattdessen auf eine stärkere Markteinbindung der Erneuerbaren. Zudem fordert das Papier vereinfachte Planungsverfahren, eine Gleichbehandlung von Speicher- und Erzeugungsanlagen sowie verbindliche Fristen für Netzanbindungen. Nach Unternehmensangaben könnten diese Schritte die Netzausbaukosten bis 2045 um rund 123 Milliarden Euro senken – ohne zusätzliche Belastungen.

Bundesregierung setzt auf Windkraft und Ladeinfrastruktur Das Klimapaket der Regierung sieht unter anderem 12 Gigawatt zusätzliche Onshore-Windausschreibungen bis 2030, 500 Millionen Euro für Ladeinfrastruktur sowie 400 Millionen Euro für Wärmenetze vor. Eine direkte Bezugnahme auf die Vorschläge von Gorfion fehlt in den offiziellen Stellungnahmen bisher.

Fazit: Technische und regulatorische Reformen als Hebel für die Energiewende Das Diskussionspapier präsentiert eine Reihe technischer und regulatorischer Änderungen, die Kosten senken und den Ausbau der Erneuerbaren beschleunigen sollen. Werden die Vorschläge umgesetzt, könnten sie die Integration der Ökostromerzeugung ins Netz grundlegend verändern. Ob und wie die Akteure aus Politik und Wirtschaft die Empfehlungen aufgreifen, wird die nächsten Schritte bestimmen.

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