30 June 2026, 12:29

Gorleben bleibt Atomlager für weitere 20 Jahre – trotz Sicherheitsbedenken

Gorleben wird verlängert

Gorleben bleibt Atomlager für weitere 20 Jahre – trotz Sicherheitsbedenken

Atomanlagen-Gorleben bleibt weitere 20 Jahre in Betrieb

Das deutsche Zwischenlager für atomare Abfälle in Gorleben wird weitere 20 Jahre in Betrieb bleiben. Die aktuelle Genehmigung sollte ursprünglich 2034 auslaufen, doch eine Verlängerung ermöglicht nun den Betrieb bis 2054. Auf dem Gelände lagern 113 CASTOR-Behälter mit hochradioaktivem Material, darunter abgebrannte Brennelemente und Wiederaufarbeitungsabfälle.

Die Anlage wurde zwischen 1982 und 1983 errichtet – mit dünneren Wänden und Decken als neuere Zwischenlager. Zwischen 1995 und 2011 trafen die 113 Behälter in 13 Transporten ein, die jeweils von massiven Protesten begleitet wurden.

Die bundeseigene Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat die Verlängerung beantragt und verweist dabei auf Sicherheitsgründe sowie regelmäßige Überprüfungen der Schutzmaßnahmen. Seit 2024 errichtet die BGE zudem eine zehn Meter hohe Schutzbarriere um das Gelände. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) wird das Genehmigungsverfahren begleiten.

Die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle dauert unterdessen an. Der gesetzlich vorgesehene Termin für die Standortentscheidung bis 2031 gilt inzwischen als unrealistisch. Lokale Initiativen, darunter die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüneburg-Dannenberg, äußern weiterhin Bedenken hinsichtlich der langfristigen Sicherheit der Anlage.

Mit der Verlängerung kann Gorleben nun bis 2054 betrieben werden. Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der die Suche nach einem Endlagerstock weiter stockt. Die Aufsichtsbehörden prüfen derzeit den Antrag, während die BGE betont, dass die Anlage unter den aktuellen Bedingungen sicher sei.

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