Grünes Licht für neue 380-Kilovolt-Leitung zwischen Meißenheim und Ringsheim
Katherina HermannGrünes Licht für neue 380-Kilovolt-Leitung zwischen Meißenheim und Ringsheim
Der Regionsrat Freiburg hat einen Abschnitt einer neuen 380-Kilovolt-Hochspannungsleitung in Baden-Württemberg genehmigt. Die Entscheidung betrifft eine 19 Kilometer lange Strecke zwischen Meißenheim und Ringsheim, die Teil eines umfassenden Netzausbauprojekts ist. Mit dem Vorhaben soll die langfristige Stromversorgung gestärkt werden, insbesondere vor dem Hintergrund des wachsenden Anteils erneuerbarer Energien in der Region.
Die genehmigte Trasse führt durch fünf Gemeinden: Meißenheim, Schwanau, Kappel-Grafenhausen, Rust und Ringsheim. Sie verläuft vollständig innerhalb des bestehenden Leitungskorridors und größtenteils parallel zur vorhandenen Infrastruktur. Dadurch sollen Eingriffe in Landschaft und Umwelt so gering wie möglich gehalten werden.
Für den Bau werden 56 neue Strommasten errichtet. Gleichzeitig wird eine ältere 220-Kilovolt-Leitung mit 61 Masten zurückgebaut. Um die ökologischen Auswirkungen des Projekts auszugleichen, sind zudem umfangreiche Kompensationsmaßnahmen vorgesehen.
Die Genehmigung erfolgte in mehreren Schritten, da im südlichen Abschnitt noch offene Fragen zu klären waren. Ursprünglich sollte das Verfahren die gesamte Strecke bis zum Umspannwerk Eichstetten abdecken. Das Projekt ist Teil der Initiative „Netzverstärkung Oberrheintal“, die eine Modernisierung des regionalen Stromnetzes zum Ziel hat.
Die neue Hochspannungsleitung soll dazu beitragen, die Stromversorgungssicherheit zu erhöhen – besonders angesichts der steigenden Nachfrage nach erneuerbaren Energien. Die Bauarbeiten auf dem genehmigten Abschnitt beginnen demnächst, wobei ökologische Maßnahmen die Umweltbelastung begrenzen sollen. Die bestehende 220-Kilovolt-Leitung wird erst nach Inbetriebnahme der neuen Infrastruktur abgebaut.






