Halle (Saale) modernisiert Bebauungsplan für den Weinberg Campus bis 2026
Katherina HermannHalle (Saale) modernisiert Bebauungsplan für den Weinberg Campus bis 2026
Halle (Saale) aktualisiert Bebauungsplan für den Technologiestandort Weinberg Campus, um Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zu fördern
Der aktuelle Bebauungsplan für den Weinberg Campus, der seit 1998 in Kraft ist, entspricht nicht mehr den heutigen rechtlichen und ökologischen Anforderungen. Die geplante Überarbeitung soll Bauvorschriften, Flächennutzung und Emissionskontrollen anpassen, um die moderne Entwicklung des Standorts zu unterstützen.
Die Änderungen betreffen zwei Kernbereiche mit einer Gesamtfläche von etwa 26,2 Hektar, die ursprünglich für Forschung und Verwaltung vorgesehen waren. Ein separates, fünf Hektar großes Gelände südlich der Blücherstraße, das einst für eine größere Siedlung reserviert war, soll nun umgewidmet und neu vermarktet werden.
Neue Regelungen sehen maximale Bauhöhen vor, um den landschaftlichen Charakter des Gebiets zu bewahren. Zwar gibt es keine starre 25-Meter-Grenze, doch das Rahmenkonzept zielt darauf ab, Entwicklung und optische Harmonie in Einklang zu bringen. Zudem werden Produktion und Vertrieb im Zusammenhang mit Forschung ausdrücklich erlaubt, sodass Unternehmen sich ausweiten können, ohne den Campus verlassen zu müssen.
Der Lärmschutz wird durch flächenbezogene Emissionskontingente gestärkt, um Unternehmen Rechtssicherheit zu bieten und angrenzende Wohngebiete zu schützen. Der Entwurf schließt zudem großflächigen Einzelhandel aus – in Übereinstimmung mit der Ablehnung eines 1.900 Quadratmeter großen Supermarktprojekts durch den Stadtrat im Jahr 2018.
Am 24. Juni 2026 wird der Stadtrat über die Veröffentlichung der Entwurfsfassung abstimmen. Laut Stadtverwaltung belastet das Verfahren den Haushalt nicht, sondern soll vielmehr lokale Arbeitsplätze und Gewerbesteuereinnahmen stärken.
Mit dem aktualisierten Bebauungsplan will Halle (Saale) den Weinberg Campus modernisieren, ohne seine Umgebung zu beeinträchtigen. Unternehmen erhalten klarere Rahmenbedingungen für Erweiterungen, während Anwohnerinnen und Anwohner weiterhin vor Lärmbelastung geschützt bleiben. Die endgültige Entscheidung über den Entwurf liegt nun beim Stadtrat.






