IKEA setzt auf kleinere Filialen und revolutioniert seine Verkaufsstrategie
Nicolai SchlosserIKEA setzt auf kleinere Filialen und revolutioniert seine Verkaufsstrategie
IKEA ändert seine Ladenstrategie und setzt künftig auf kleinere Filialen. Diese kompakteren Standorte lassen sich schneller und kostengünstiger eröffnen und bringen die Marke näher an die Kunden. Die Neuausrichtung erfolgt zu einer Zeit, in der das Unternehmen sich an einen schwierigen Möbelmarkt anpasst.
In einer ersten Welle sollen 20 kleinere Filialen entstehen, mit weiteren Plänen weltweit. Während klassische IKEA-Einrichtungshäuser durchschnittlich 35.000 Quadratmeter umfassen, messen die neuen Standorte nur etwa 2.950 Quadratmeter. Ein Beispiel ist der Standort in Ingolstadt, der 2.650 sofort mitnehmbare Artikel und 1.000 Ausstellungsstücke zur Bestellung anbietet – deutlich weniger als die üblichen über 10.000 Produkte in den größeren Häusern.
Die kleineren Läden fungieren als Schauräume und Beratungszentren. Kunden können vor Ort stöbern, sich beraten lassen und die meisten Artikel anschließend online für die Lieferung nach Hause bestellen. Online-Verkäufe machen bereits etwa ein Viertel des IKEA-Umsatzes in Deutschland aus und bringen fast 1,5 Milliarden Euro ein.
Mit dem neuen Konzept kann IKEA auch in Regionen expandieren, in denen große Einrichtungshäuser nicht rentabel wären. Die kleineren Formate helfen dem Unternehmen zudem, auf die aktuelle Schwächephase im Möbelmarkt zu reagieren. Künftig wird die Strategie stärker auf Online-Verkäufe und kompakte physische Verkaufsflächen setzen.
