17 June 2026, 18:48

IMK vertagt Entscheidung zu Pyrotechnik – trotz wachsender Gewalt in Fußballstadien

Bericht: IMK verschiebt Entscheidung zu Pyrotechnik in Stadien

IMK vertagt Entscheidung zu Pyrotechnik – trotz wachsender Gewalt in Fußballstadien

Die Innenministerkonferenz (IMK) hat beschlossen, vorerst keine neuen Maßnahmen gegen gewalttätige Ausschreitungen in Fußballstadien einzuführen. Die Frage der Pyrotechnik, die als eine der größten Sicherheitsherausforderungen gilt, wurde stattdessen auf die Herbstkonferenz vertagt.

Ursprünglich war erwartet worden, dass die Konferenz einen Plan für eine strengere Durchsetzung des Pyrotechnik-Verbots vorlegt. Doch der Entschließungsentwurf sprach lediglich von einem „konstruktiven Austausch über die Ahndung von Verstößen“ – ohne konkrete Schritte zu nennen. Bisherige Bußgelder und Pilotprojekte mit Pyrotechnik-Detektoren haben sich als wirkungslos erwiesen.

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Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul kritisierte den mangelnden Fortschritt bei der Bekämpfung von Fußballgewalt. Die aktuellen Maßnahmen seien unzureichend, forderte er. Stattdessen verlangte er schärfere Kontrollen, darunter Durchsuchungen in den Ultra-Blöcken und eine verstärkte Videoüberwachung, um das Werfen von Gegenständen zu verhindern. Reul machte zudem den Schiedsrichter dafür verantwortlich, das DFB-Pokalfinale im Mai trotz der Vorfälle nicht abgebrochen zu haben.

In einem vertraulichen Bericht der Arbeitsgruppe wurde auf die anhaltende Gefahr durch Pyrotechnik hingewiesen. Dennoch führten die Vorfälle beim DFB-Pokalfinale nicht zu einer sofortigen Kursänderung in der Politik. Die IMK wird vorerst keine weiteren Schritte einleiten. Die Diskussion über Pyrotechnik und Stadionsecurity wird auf der Herbstkonferenz fortgesetzt. Vereine könnten jedoch weiterhin unter Druck geraten, strengere interne Kontrollen umzusetzen.

Quelle