31 May 2026, 02:26

Immobilienfirma kassiert 1,9-Mio.-Euro-Strafe für illegale Mieterdaten-Sammlung

Eine Strafe von fast zwei Millionen Euro gegen BREBAU verhängt

Immobilienfirma kassiert 1,9-Mio.-Euro-Strafe für illegale Mieterdaten-Sammlung

Ein deutsches Immobilienverwaltungsunternehmen wurde mit einer Strafe von 1,9 Millionen Euro wegen der rechtswidrigen Verarbeitung sensibler Mieterdaten belegt. Die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit (LfDI) stellte fest, dass die BREBAU GmbH persönliche Daten ohne rechtliche Grundlage erhoben und gespeichert hatte. In mehr als der Hälfte der Fälle handelte es sich um besonders schützenswerte Informationen wie ethnische Herkunft, Gesundheitszustand oder sexuelle Orientierung.

Die BREBAU GmbH hatte über 9.500 Datensätze von potenziellen Mietern gesammelt, darunter irrelevante Angaben wie Frisuren, Körpergeruch oder persönliches Auftreten. Diese Kategorien stehen in keinem Zusammenhang mit Mietverträgen und unterliegen den strengen Schutzbestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Zudem verweigerte das Unternehmen Betroffenen den Zugang zu ihren eigenen Daten und verstieß damit gegen die Transparenzvorschriften.

Dr. Imke Sommer, die Landesdatenschutzbeauftragte der LfDI, betonte, dass die DSGVO die Verarbeitung solcher sensibler Daten nur in Ausnahmefällen zulasse. Sie verwies darauf, dass nicht erhobene Daten auch nicht missbraucht werden könnten, und unterstrich damit die präventive Wirkung des Gesetzes gegen Diskriminierung. Die Strafe wurde auf Grundlage von Artikel 83 der DSGVO verhängt, der rechtswidrige Datenverarbeitung sanktioniert.

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Die Höhe der Strafe von 1,9 Millionen Euro spiegelt die Schwere der Verstöße wider, insbesondere die unberechtigte Speicherung von besonderen Kategorien personenbezogener Daten. Die BREBAU GmbH ist nun verpflichtet, die DSGVO einzuhalten und sicherzustellen, dass Mieterdaten rechtmäßig und transparent verarbeitet werden.

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