17 June 2026, 19:13

Innenminister debattieren nach DFB-Pokal-Chaos über strengere Stadion-Sicherheit

Reul: DFB-Pokal-Finale hätte abgebrochen werden sollen

Innenminister debattieren nach DFB-Pokal-Chaos über strengere Stadion-Sicherheit

Innenministerkonferenz in Hamburg: Stadion-Sicherheit nach DFB-Pokal-Eklat auf der Agenda

Nach den Vorfällen beim jüngsten DFB-Pokal-Finale wird sich die Innenministerkonferenz in Hamburg mit der Sicherheit in Fußballstadien befassen. Beim Spiel zwischen dem FC Bayern München und dem VfB Stuttgart hatten Pyrotechnik-Körper das Spiel unterbrochen und die Debatte über Fanverhalten und Sicherheitsvorkehrungen neu entfacht.

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Die Münchner gewannen das Finale mit 3:0, doch die Partie musste wegen der Pyrotechnik mehrfach für mehrere Minuten unterbrochen werden – ein Abbruch erfolgte jedoch nicht. Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, kritisierte die Entscheidung von Schiedsrichter Sven Jablonski, das Spiel fortzusetzen. Er sei „fassungslos“ gewesen, dass der Spielbetrieb nicht eingestellt wurde.

Reul hatte gefordert, die Begegnung wegen der Pyrotechnik abzubrechen. Er zeigte sich unzufrieden mit den bisherigen Bemühungen, das Verbot solcher Gegenstände in Stadien durchzusetzen. Nun pocht er darauf, dass die Vereine die Kontrollen verschärfen müssen, um deren Einsatz zu verhindern.

Bereits bei der letzten Innenministerkonferenz in Bremen standen Gewalt in Stadien und Fanproteste im Mittelpunkt. Damals wurden jedoch keine Beschlüsse zu umstrittenen Maßnahmen wie personalisierten Tickets, flächendeckenden Ausweiskontrollen, Gesichtserkennung oder KI-Überwachung gefasst. Zwar zirkuliert seitdem ein Entwurf für neue Sicherheitsvorschriften, doch wie der Spiegel berichtet, enthält dieser keine konkreten Schritte.

Die anstehende Konferenz in Hamburg wird sich nun auf die Verschärfung der Stadion-Sicherheit konzentrieren. Die Vereine stehen unter Druck, die Durchsetzung des Pyrotechnik-Verbots zu verbessern. Die Diskussion über strengere Maßnahmen bleibt indes weiter ungelöst.

Quelle