19 June 2026, 12:29

Jan van Aken verlässt die Linke – sein kurzes Erbe verändert die Partei

Bald wieder im Hoodie zu sehen

Jan van Aken verlässt die Linke – sein kurzes Erbe verändert die Partei

Jan van Aken tritt mit 65 Jahren als Vorsitzender der Linkspartei zurück. Seine kurze, aber prägende Amtszeit brachte einen dramatischen Anstieg der Umfragewerte der Partei im Vorfeld der Bundestagswahl 2025 mit sich.

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Unter van Akens Führung stieg die Unterstützung für die Linke von lediglich 2–3 Prozent auf 8,8 Prozent bei der Bundestagswahl im Februar 2025. Mehr als 700.000 Wähler:innen – viele von ihnen desillusioniert von den Grünen – wechselten zur Linken, maßgeblich dank seines Engagements.

Gemeinsam mit Heidi Reichinnek erweiterte van Aken die Anziehungskraft der Partei auf ältere Wähler:innen. Zudem stärkte er ihre Glaubwürdigkeit in der Außenpolitik. Bei seiner letzten Pressekonferenz zog er spielerisch eine schwarze Box hinter einem Tisch hervor und gestand Journalisten, dass er und die Co-Vorsitzende Ines Schwerdtner sie zwei Jahre lang „an der Nase herumgeführt“ hätten. Öffentlich dankte er Schwerdtner für die enge Zusammenarbeit und ihre herausragende Arbeit als Co-Chefin.

Trotz seiner kurzen Zeit an der Parteispitze hinterlässt van Aken einen bleibenden Eindruck. Luigi Pantisano soll nun auf dem anstehenden Parteitag der Linken in Potsdam die Nachfolge antreten.

Van Akens Rückzug markiert das Ende einer kurzen, aber einflussreichen Phase für die Linke. Die Partei blickt nun auf ihren Parteitag in Potsdam, wo ein neuer Vorsitzender gewählt wird. Sein Erbe umfasst einen deutlichen Unterstützungsschub und eine neu geformte Parteidentität.

Quelle