19 April 2026, 16:31

Kohleausstieg in Gefahr: Merz' Pläne spalten Regierung und Grünen

Protestierende mit einem "Fuck You Coal"-Schild vor dem Reichstaggebäude in Berlin, Deutschland, mit sichtbaren architektonischen Details, einem Fahrrad in der Nähe, Bäumen, einer Fahnenstange und einem bewölkten Himmel.

Kohleausstieg in Gefahr: Merz' Pläne spalten Regierung und Grünen

Deutschlands geplanter Kohleausstieg könnte sich verzögern, nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) angedeutet hat, bestehende Kraftwerke länger am Netz zu lassen. Seine Äußerungen stoßen auf Widerstand der Grünen, die nun Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) drängen, den ursprünglichen Zeitplan einzuhalten. Die Debatte entzündet sich vor dem Hintergrund von Versorgungssicherheitsfragen und dem Strukturwandel in den deutschen Braunkohlerevieren.

Die Bundesregierung hatte beschlossen, alle Kohlekraftwerke bis 2038 abzuschalten. Der Energiekonzern LEAG erhält im Gegenzug rund 1,75 Milliarden Euro als Ausgleichszahlung. Im Rahmen der Vereinbarung baut das Unternehmen zudem den Ausbau erneuerbarer Energien aus Wind- und Solarstrom in der Lausitz aus. Merz argumentierte jedoch, ein längerer Betrieb der Kohlekraftwerke könnte notwendig sein, um die Stromversorgung angesichts der anhaltenden Energiekrise zu sichern.

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Die brandenburgischen Grünen reagierten prompt und forderten Woidke auf, sich gegen eine Verschiebung zu stellen. Ihre Bedenken gelten vor allem der Gefahr, die Abhängigkeit von der Kohle zu verlängern – was den deutschen Klimazielen widerspräche. Gleichzeitig treibt LEAG die Energiewende voran, während der politische Streit über die Zukunft der Kohle an Schärfe gewinnt.

Merz' Vorschlag bringt Unsicherheit in die deutsche Kohleausstiegsstrategie. Sollte er umgesetzt werden, hätte dies Auswirkungen sowohl auf das Zieljahr 2038 als auch auf die gesamte Energiewende in der Lausitz. Der Widerstand der Grünen deutet auf einen möglichen Konflikt hin, wie das Land Energieversorgung und Klimaschutz in Einklang bringen will.

Quelle