Krebsbloggerin Lerchek startet Kosmetikmarke – zwischen Bewunderung und Kritik
Nicolai SchlosserKrebsbloggerin Lerchek startet Kosmetikmarke – zwischen Bewunderung und Kritik
Die Bloggerin Walerija Tschekalina, bekannt unter dem Online-Pseudonym Lerchek, hat während ihrer Behandlung gegen Krebs im Spätstadium ihre eigene Kosmetikmarke Eyya Skin auf den Markt gebracht. Ihre Entscheidung, ihre gesundheitlichen Kämpfe in Werbevideos offen zu thematisieren, hat unter ihren Followern eine kontroverse Debatte ausgelöst. Während einige ihre Ehrlichkeit loben, werfen ihr andere vor, ihre Krankheit für Aufmerksamkeit zu instrumentalisieren.
Tschekalina gab ihre Krebserkrankung in einer Reihe emotionaler Videos bekannt, die sie mit dem Launch ihrer neuen Marke verband. Die Inhalte vermischten persönliche Verletzlichkeit mit Produktwerbung und schufen so ein ungewöhnliches öffentliches Bild. Der Produzent Gera Iwashtschenko wies darauf hin, dass diese Strategie globale PR-Taktiken widerspiegelt – insbesondere jene, die von der Familie Kardashian eingesetzt werden.
Iwashtschenko erklärte, dass Tschekalinas Vorgehen in Russland selten sei, wo Menschen mit schweren Erkrankungen sich in der Regel aus der Öffentlichkeit zurückzögen. Er räumte ein, dass ihre Offenheit auf manche Zuschauer beunruhigend wirken könnte, und warnte davor, dass eine zu starke Betonung des Leidens nach hinten losgehen könnte. Einige Clips, so seine Beobachtung, „setzen zu sehr auf Mitleid“ und riskierten damit eine negative Reaktion.
Trotz der Kritik vermutet Iwashtschenko, dass Tschekalinas Handeln möglicherweise dem Wunsch entspringt, die Zukunft ihrer Kinder abzusichern. Ihre Follower bleiben gespalten: Einige zeigen Solidarität, andere werfen ihr vor, ihre Situation für finanziellen Gewinn auszunutzen.
Der Launch von Eyya Skin hat Tschekalina aus Gründen über das Geschäftliche hinaus in den Fokus gerückt. Die Mischung aus persönlichem Schicksal und Markenwerbung stößt auf Bewunderung wie Skepsis gleichermaßen. Wie ihr Publikum langfristig reagiert, könnte ihre öffentliche Wahrnehmung und künftige Projekte prägen.






