Stuttgarter Apotheke rechnet erstmals Papierrezepte digital über Scanacs ab
Ira DowergStuttgarter Apotheke rechnet erstmals Papierrezepte digital über Scanacs ab
Apotheke in Stuttgart nutzt als erste Scanacs-Plattform für Abrechnung von Papierrezepten mit der AOK Baden-Württemberg
Eine Apotheke in Stuttgart hat als erste Papierrezepte über die Scanacs-Plattform mit der AOK Baden-Württemberg abgerechnet. Dies folgt auf eine aktuelle Regelungsänderung, die es Apotheken nun ermöglicht, sowohl elektronische als auch Papierrezepte innerhalb desselben Monats abzurechnen. Das neue System soll den Prozess vereinfachen, ohne für Apotheker zusätzlichen Aufwand zu verursachen.
Der Arzneimittelversorgungsvertrag (AVV) der AOK Baden-Württemberg wurde zum 1. Januar 2023 aktualisiert. Nach den neuen Vorgaben müssen Apotheken ein standardisiertes Abrechnungsverfahren anwenden und sich für einen Abrechnungsmonat entweder für die Eigenabrechnung oder eine Clearingstelle entscheiden. Scanacs hat diese Änderung genutzt, um ein System zu entwickeln, das Papier- und E-Rezepte gemeinsam verarbeitet.
Im Januar rechnete eine Stuttgarter Apotheke über die Plattform Muster-16-Rezepte im Wert von mehr als 80.000 Euro ab – darunter befand sich ein einzelnes Hochpreisrezept mit einem Volumen von über 40.000 Euro. Während E-Rezepte weiterhin direkt über die Apo-TI-Schnittstelle an Scanacs übermittelt werden, sind nun auch Papierrezepte in denselben Arbeitsablauf integriert.
Das Unternehmen arbeitet daran, diesen Prozess vor Ende der Übergangsphase zur Routine zu machen. Apotheken benötigen dann keine Scanner mehr, und das System ist so konzipiert, dass kein Mehraufwand entsteht. Geschäftsführer Frank Böhme bezeichnete den Meilenstein als bedeutenden Schritt für die Plattform.
Scanacs steht zudem mit anderen Krankenkassen in Verhandlungen, um das Verfahren über die AOK Baden-Württemberg hinaus auszuweiten.
Die neue Abrechnungsmethode ermöglicht es Apotheken, hochpreisige Papierrezepte schnell und effizient zu bearbeiten – ohne zusätzliche Schritte. Sobald das System vollständig eingeführt ist, soll es zum Standard werden. Gleichzeitig plant Scanacs, die Lösung künftig auch weiteren Krankenkassen anzubieten.






