Mainz plant jahrelange Bauarbeiten – Verkehrschaos bis 2029 droht
Nicolai SchlosserMainz plant jahrelange Bauarbeiten – Verkehrschaos bis 2029 droht
Mainz kündigt umfangreiche Bauprojekte an – Verkehrseinschränkungen bis 2029
Mainz hat eine Reihe großer Bauvorhaben angekündigt, die in den kommenden Monaten den Verkehr und den öffentlichen Nahverkehr erheblich beeinträchtigen werden. Wie die Mobilitätsdezernentin Janina Steinkrüger darlegte, umfassen die Pläne unter anderem die Modernisierung von Straßenbahnstrecken, Straßensperrungen und den Abriss von Infrastruktur – mit Auswirkungen bis ins Jahr 2029.
Betroffen sind zentrale Verkehrsadern, wobei einige Gebiete mit längerfristigen Behinderungen und Umleitungen rechnen müssen. Die Straßenbahnlinie nach Hechtsheim wird bis 2027 vollständig erneuert und barrierefrei ausgebaut. Die Arbeiten beginnen in den Sommerferien und führen zu einer dreiwöchigen Vollsperrung der Strecke. In dieser Zeit stehen Ersatzbusse zur Verfügung.
Die Binger Straße wird zwischen dem 29. Juni und 5. Juli wieder zweispurig für den Verkehr freigegeben, während der Straßenbahnbetrieb dort erst im August wiederaufgenommen wird. In der Innenstadt kommen zudem Kabelarbeiten auf der Münsterstraße, der Neuen Universitätsstraße und der Kleinen Langgasse hinzu – letztere wird für vier Wochen komplett gesperrt.
Im Laufe des Sommers wird das Fernwärmenetz ausgebaut, um das Schneckenburger Areal und die Universitätsmedizin in der Oberstadt anzubinden. In der Nähe davon müssen Umbachstraße und Holzhofstraße voraussichtlich mit Einschränkungen für den Verkehr in eine Richtung rechnen, bedingt durch dieselben Baumaßnahmen.
Später in diesem Jahr beginnt der Abriss der Hochbrücke, der bis 2029 wiederholte Vollsperrungen erfordern wird. Im Herbst wird zudem die Pariser Straße (B40) in Bretzenheim für die Sanierung einer Brücke in Höhe der Haifa-Allee und der Albert-Stohr-Straße vollständig gesperrt.
Die Projekte sollen langfristig die Infrastruktur verbessern, bringen aber kurzfristig erhebliche Belastungen für Pendler und Anwohner mit sich. Die Modernisierung der Straßenbahn, der Ausbau des Wärmenetzes und die Brückenabrissarbeiten werden sich noch bis ins nächste Jahrzehnt hinziehen. Während der stärksten Beeinträchtigungen bleiben Ersatzrouten und alternative Verkehrsangebote bestehen.






