Matthias Hundt widerruft Rücktritt trotz laufender Ermittlungen gegen ihn
Nicolai SchlosserMatthias Hundt widerruft Rücktritt trotz laufender Ermittlungen gegen ihn
Berlins Staatssekretär für Digitalisierung, Matthias Hundt, nimmt seinen Rücktritt zurück
Die Kehrtwende kommt mitten in laufende Ermittlungen wegen Hundts mutmaßlicher Verstrickung in die Insolvenz der SDC Sachsen Digital Consulting GmbH. Die Behörden prüfen nun sowohl die finanziellen Geschäfte des Unternehmens als auch Hundts Rolle in der Angelegenheit.
Das Insolvenzverfahren gegen die SDC Sachsen Digital Consulting GmbH wurde am 25. November 2025 eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat seitdem ein Verfahren gegen Hundt wegen seiner Verbindungen zum Unternehmen eingeleitet. Parallel dazu führt die Deutsche Rentenversicherung eine Prüfung durch, um ausstehende Sozialabgaben des Unternehmens zu klären.
Hundt hatte zunächst seinen Rücktritt eingereicht, diesen später jedoch zurückgenommen – mit der Begründung, er sei frustriert über unbegründete Gerüchte. Er bestreitet jede Verbindung zur ebenfalls insolventen Humboldt Capture Germany GmbH und betont, niemals Gesellschafter gewesen zu sein und keine Verantwortung für deren Zusammenbruch zu tragen.
Trotz der Vorwürfe hat Hundt Anspruch auf eine Abfindung in Höhe von rund 72.000 Euro, was etwa sechs Monatsgehältern entspricht. Der Berliner Senat treibt jedoch die Pläne für seine Entlassung voran; eine endgültige Entscheidung wird bis Dienstag erwartet.
Die Ermittlungen zur SDC Sachsen Digital Consulting GmbH dauern an, wobei sich die finanziellen und rechtlichen Folgen weiter zuspitzen. Hundts politische Zukunft hängt nun von der anstehenden Abstimmung im Senat ab, während die laufende Prüfung und das Strafverfahren den Druck auf ihn erhöhen.






