24 April 2026, 14:42

Mercedes setzt auf Blockchain für transparente Lieferketten und smarte Verträge

Aktienzertifikat der All-American Truck Company mit schwarzem Rand und goldenem Siegel in der Mitte, das gedruckten Text enthält, einschließlich des Unternehmensnamens, Datums und anderer Details.

Mercedes setzt auf Blockchain für transparente Lieferketten und smarte Verträge

Mercedes-Benz Cars setzt auf Blockchain-Technologie für mehr Transparenz in der Lieferkette

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Mercedes-Benz Cars arbeitet künftig mit dem Softwareunternehmen Icertis zusammen, um Blockchain-Technologie in seine Beschaffungs- und Lieferkettenprozesse zu integrieren. Ziel der Kooperation ist es, die Transparenz zu erhöhen und die Nachverfolgung von Verträgen sowie Bauteilen im globalen Netzwerk des Konzerns effizienter zu gestalten.

Das neue System nutzt die Blockchain, um eine gemeinsame, unveränderliche Aufzeichnung aller Lieferantenverträge zu schaffen. Jede Vereinbarung – einschließlich Nachhaltigkeitsauflagen – muss von den Zulieferern erfasst werden und bildet so ein digitales "Transaktionsbuch", das für alle Beteiligten einsehbar ist. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass alle Partner die Beschaffungs- und Vertragsrichtlinien von Mercedes-Benz einhalten, ohne dass manuelle Kontrollen notwendig sind.

Die KI-gestützten Tools von Icertis überprüfen automatisch, ob die Lieferanten ihre Verpflichtungen erfüllen. Die Technologie sorgt zudem für Compliance, indem Abweichungen von den vereinbarten Bedingungen sofort gemeldet werden. Durch den Einsatz sogenannter "Smart Contracts" entsteht ein dauerhaftes, öffentliches Register, das das Risiko von Streitigkeiten oder Fehlern verringert.

Für Mercedes-Benz Cars ist Blockchain kein Neuland: Die Muttergesellschaft Daimler hatte die Technologie bereits in einem Pilotprojekt mit der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) für Finanztransaktionen getestet. Nun rückt die Beschaffung in den Fokus, wo gemeinsam genutzte und aktualisierte Dokumente die Effizienz entlang der gesamten Lieferkette steigern sollen.

Wilko Stark, im Vorstand für Einkauf und Lieferantenqualität zuständig, bezeichnete die Blockchain als potenziellen "Game-Changer für die gesamte Wertschöpfungskette". Sabine Angermann, Einkaufschefin bei Mercedes-Benz Cars, ergänzte, die Technologie könne Beschaffungsprozesse vereinfachen und absichern. Monish Darda, Mitgründer und Technologievorstand von Icertis, verwies auf die Herausforderungen bei der Steuerung globaler Lieferketten und betonte, wie Blockchain hier für mehr Klarheit und Kontrolle sorgen könne.

Der Blockchain-Prototyp wird alle Zulieferer verpflichten, Vertragsdetails zu erfassen, um ein transparenteres und rückverfolgbares System zu schaffen. Durch KI-basierte Überprüfungen und gemeinsame Datensätze erwartet Mercedes-Benz Cars weniger Compliance-Probleme und eine höhere Effizienz. Bei Erfolg der ersten Phase plant das Unternehmen, die Technologie weiter auszubauen.

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