Mercedes setzt auf revolutionäre Kohlenstoff-Batterie für grüne Fabrikenergie
Ira DowergMercedes setzt auf revolutionäre Kohlenstoff-Batterie für grüne Fabrikenergie
Mercedes-Benz setzt auf CMBlu Energy AG für innovatives Batteriesystem im Werk Rastatt
Der Automobilhersteller hat sich für ein langlebiges und nachhaltiges Energiespeichersystem des Unternehmens entschieden, das als Alternative zu Lithium-Ionen-Batterien für den rund um die Uhr betrieb mit erneuerbaren Energien dienen soll. Der Deal markiert einen wichtigen Schritt hin zu grüneren Industrie-Energiespeichern mit Fokus auf Skalierbarkeit und Kosteneffizienz.
Das ausgewählte System mit dem Namen SolidFlow basiert auf der bewährten Redox-Flow-Batterietechnik, bietet jedoch entscheidende Weiterentwicklungen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Flow-Batterien, die auf flüssige Elektrolyte angewiesen sind, setzt SolidFlow auf feste, kohlenstoffbasierte Materialien in seinen Tanks. Diese Konstruktion erhöht die Energiedichte, ermöglicht kleinere Behälter und eine kompaktere Installation.
CMBlu verzichtet dabei auf teure und geopolitisch sensible Rohstoffe wie Vanadium, das vor allem in China, Russland und Südafrika abgebaut wird. Stattdessen nutzen die "organischen" Batterien des Unternehmens Kohlenstoff – einen weit verbreiteten und recycelbaren Rohstoff. Das System ist darauf ausgelegt, den aktuellen Bedarf von Mercedes nach sechs Stunden gespeicherter Energie zu decken, lässt sich aber flexibel auf zehn oder zwölf Stunden erweitern.
Die 11-MWh-SolidFlow-Anlage soll im zweiten Quartal 2025 fertiggestellt werden. Sie wird die bestehende Solarstromanlage im Werk Rastatt ergänzen und dazu beitragen, die Versorgung mit erneuerbarer Energie zu stabilisieren. Parallel treibt CMBlu Pilotprojekte in Europa und den USA voran und arbeitet mit dem Argonne National Laboratory und dem Idaho National Laboratory zusammen, um seine Langzeitspeichertechnologie weiter zu testen und zu optimieren.
Das Projekt in Rastatt soll das Potenzial von SolidFlow als praxistaugliche Alternative zu Lithium-Ionen-Batterien für industrielle Anwendungen demonstrieren. Mit seinem kohlenstoffbasierten Ansatz und dem skalierbaren Design zielt das System darauf ab, eine nachhaltigere und anpassungsfähigere Lösung für Netz- und Fabrikenergiebedürfnisse zu bieten. Die Anlage wird voraussichtlich den Übergang von Mercedes zu einer durchgehenden Versorgung mit erneuerbarer Energie unterstützen – ohne Kompromisse bei der Leistung.






