MERIAN Reisefestival in Wiesbaden: Begeisterung und leere Versprechen
Das MERIAN Reisefestival kehrte am Wochenende nach Wiesbaden zurück – von Samstag bis Montag fand die Veranstaltung im Rhein-Main Congress Center (RMCC) statt. Das Festival versprach Reisebegeisterten Diskussionen, Inspiration und Unterhaltung. Doch manche Besucher zeigten sich enttäuscht: Die Erwartungen wurden nicht ganz erfüllt.
Am ersten Morgen suchten Gäste vergeblich nach dem Eingang – um 10 Uhr waren weder Schilder noch Banner zu sehen. Im Inneren wirkte die Ausstellungshalle eher verhalten: Der Großteil des Trubels konzentrierte sich auf die Essensstände, nicht auf die eigentlichen Highlights.
Die Eintrittspreise lagen bei 25 Euro für eine Tageskarte oder 60 Euro für ein Dreitages-Ticket. Einige Besucher fragten sich, ob das Angebot den Preis rechtfertigte. Dennoch stießen bestimmte Programmpunkte auf Interesse, darunter eine kulinarisch-literarische Revue über Berlin mit Denis Scheck und Anne-Dore Krohn.
Andere Attraktionen wie die Klangschalen-Demonstration von Schloss Freudenberg begeisterten mit ungewöhnlichen Klängen. Abenteurer Jonas Deichmann präsentierte auf der Bühne sein Buch Das Limit bin nur ich und berichtete von seinen spektakulären Expeditionen.
Nach drei Tagen mit Vorträgen, Auftritten und kulinarischen Angeboten endete das MERIAN Reisefestival. Während einige Gäste die literarischen und gastronomischen Höhepunkte schätzten, kritisierten andere die ruhige Atmosphäre und die hohen Ticketpreise. Die nächste Ausgabe wird sich vermutlich mit Fragen zur Zugänglichkeit und Besucherbindung auseinandersetzen müssen.






