Merz' Rückführungsplan für Syrer gefährdet Versorgung in deutschen Krankenhäusern
Nicolai SchlosserMerz' Rückführungsplan für Syrer gefährdet Versorgung in deutschen Krankenhäusern
Bundeskanzler Friedrich Merz hat einen Plan vorgelegt, nach dem etwa 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrer innerhalb von drei Jahren in ihre Heimat zurückkehren sollen. Die Ankündigung hat bei Führungskräften im Gesundheitswesen Sorgen über mögliche Personalengpässe in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ausgelöst.
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) warnt, dass eine beschleunigte Rückkehr syrischer Arbeitskräfte die Patientenversorgung schwer beeinträchtigen könnte. Syrische Ärztinnen und Ärzte stellen mit 5.745 Beschäftigten in Krankenhäusern bis Ende 2024 die größte Gruppe ausländischer Mediziner im Land dar. Ihr Weggang würde eine erhebliche Lücke im medizinischen Personal hinterlassen.
Henriette Neumeyer, stellvertretende Vorsitzende des DKG-Vorstands, betonte die Risiken, die mit dem Verlust dieser Fachkräfte verbunden sind. Neben den Ärzten arbeiten über 2.000 syrische Pflegekräfte in deutschen Krankenhäusern und leisten einen unverzichtbaren Beitrag in der Patientenbetreuung. Die DKG fürchtet vor allem die unmittelbaren Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung, falls diese Beschäftigten das Land verlassen.
Das geplante Vorhaben zielt darauf ab, die Zahl der in Deutschland lebenden Syrer innerhalb von drei Jahren drastisch zu reduzieren. Krankenhäuser und Pflegeanbieter stehen nun vor der Herausforderung, die Versorgung aufrechtzuerhalten, sollten Tausende Ärzte und Pflegekräfte wegfallen. Die DKG fordert eine sorgfältige Prüfung der Folgen, die dieser Plan für das Gesundheitssystem hätte.






