02 May 2026, 10:33

Neue Regeln für Apotheken: So ändert sich die Rezeptabwicklung bei Unfallversicherten

Alte deutsche Visitenkarte mit einer Illustration von einem Handschuhpaar und gedrucktem Text.

Neue Regeln für Apotheken: So ändert sich die Rezeptabwicklung bei Unfallversicherten

Ein neues Abkommen regelt, wie Apotheken Rezepte für Patienten abwickeln müssen, die über die gesetzliche Unfallversicherung abgedeckt sind. Die Bestimmungen präzisieren Kostenvorgaben, Notfalldienste sowie Ausnahmen von Zuzahlungen. Die Änderungen sollen die Versorgung bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten effizienter gestalten.

Laut dem Arzneimittelversorgungsvertrag dürfen Apotheken Medikamente, Verbandsmaterial, Hilfsmittel und Standard-Apothekenware abgeben. Dabei gelten strenge Kostenvorschriften: Apotheker müssen unter den vier preisgünstigsten Medikamenten wählen – sofern nicht ein bestimmtes Präparat verordnet wurde. Ist das verschriebene Arzneimittel nicht verfügbar, darf auf das nächstgünstige Alternativpräparat ausgewichen werden.

Der Notdienst ist außerhalb der regulären Öffnungszeiten aktiv – werktags von 20:00 bis 6:00 Uhr sowie sonntags, an Feiertagen und am 24. oder 31. Dezember ab 14:00 Uhr. Die Gebühren für Notfallabgaben können bei der gesetzlichen Unfallversicherung (BG) abgerechnet werden, wenn das Rezept mit „noctu“ oder einem vergleichbaren Dringlichkeitsvermerk gekennzeichnet ist.

Patienten mit Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten erhalten ihre Medikamente vollständig erstattet. Sie zahlen keine Zuzahlungen, allerdings können Mehrkosten anfallen, wenn ein Präparat den Festbetrag übersteigt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Abkommen sichert eine kostengünstige Behandlung bei gleichzeitiger Verfügbarkeit notwendiger Arzneimittel. Apotheken müssen sich an die Preisvorgaben halten, während Patienten von einer vollständigen Kostenübernahme ohne Vorstreckung profitieren. Für dringende Fälle bleibt der Notdienst auch in den erweiterten Zeiten erreichbar.

Quelle