Ökonom fordert Rückkehr des Baukindergelds zur Entlastung des Wohnungsmarkts
Nicolai SchlosserÖkonom fordert Rückkehr des Baukindergelds zur Entlastung des Wohnungsmarkts
Der Wirtschaftswissenschaftler Matthias Günther hat die Bundesregierung aufgefordert, die Baukindergeld-Förderung für den Wohnungsneubau wieder einzuführen. Das 2021 ausgelaufene Programm hatte Familien finanziell unterstützt, die ein Haus bauten oder kauften. Günther argumentiert, es habe sich um eine kostengünstige Maßnahme gehandelt, um den Wohnungsbau anzukurbeln und einkommensschwächere Haushalte zu entlasten.
Das Baukindergeld war eine von der KfW-Bankengruppe verwaltete Förderung, die sich speziell an Familien mit Kindern richtete und ihnen den Erwerb von Wohneigentum erleichtern sollte. Eine spätere offizielle Bewertung ergab, dass jeder in das Programm investierte Euro durch die gesteigerte Bautätigkeit drei Euro an volkswirtschaftlichem Nutzen erbrachte.
Günther kritisiert einen jüngsten Vorschlag der SPD, ein staatliches Wohnungsunternehmen mit privater Beteiligung zu gründen. Stattdessen schlägt er vor, die Regierung solle ein bestehendes Unternehmen wie Vonovia übernehmen, um die Mieten wirksamer regulieren zu können. Dieser Ansatz sei praktikabler als der Aufbau eines komplett neuen Unternehmens, so der Ökonom.
Laut Günther erreichte das Baukindergeld gezielt Haushalte mit bescheidenen Einkommen. Diese Familien konnten sich auf diese Weise günstigeren Wohnraum schaffen und entlasteten so den angespannten Wohnungsmarkt. Die Wiedereinführung des Programms würde seiner Meinung nach erneut den bezahlbaren Wohnungsbau fördern.
Günthers Forderung kommt zu einer Zeit, in der Deutschland mit anhaltendem Wohnungsmangel und steigenden Mieten kämpft. Das Baukindergeld hatte sich zuvor als gewinnbringend für den Staat erwiesen und gleichzeitig Familien unterstützt. Seine Rückkehr könnte eine direkte Lösung für die aktuellen Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt bieten.






