Orkan "Goretti" legt Nordeuropa lahm – Schnee, Stromausfälle und Verkehrschaos
Katherina HermannOrkan "Goretti" legt Nordeuropa lahm – Schnee, Stromausfälle und Verkehrschaos
Sturm „Goretti“ fegt über Nordeuropa – Orkanböen, Schneechaos und weitreichende Behinderungen
Der schwere Sturm „Goretti“, in einigen Regionen auch als „Elli“ bekannt, hat Nordeuropa mit orkanartigen Böen, heftigen Schneefällen und massiven Behinderungen im öffentlichen Leben überzogen. Die Extremwetterlage führte zu Flughafen-Schließungen, Zugausfällen und sogar zur vorübergehenden Abschaltung eines französischen Atomkraftwerks.
In Nordfrankreich traf der Sturm zunächst auf Land und zwang das Kernkraftwerk Flamanville aus Sicherheitsgründen zur vorläufigen Abschaltung. Durch umgestürzte Strommasten und beschädigte Infrastruktur fielen in der Region rund 380.000 Haushalte zeitweise ohne Strom aus.
In Deutschland stellte die Deutsche Bahn den Fernverkehr im Norden komplett ein – die Ausfälle dauern voraussichtlich bis Sonntag an. Im Großraum Hannover ruhte der Zugbetrieb mindestens bis Freitagmittag. Auch das erste Bundesliga-Spiel des Wochenendes, St. Pauli gegen RB Leipzig, wurde wegen starker Schneefälle abgesagt.
In Großbritannien musste der Flughafen Birmingham seine Start- und Landebahnen nach einem Schneesturm schließen, da die Bedingungen für den Flugbetrieb zu gefährlich wurden. Das Kreuzfahrtschiff AIDAnova änderte seine Route und ließ den geplanten letzten Stopp in Southampton aus, um dem Höhepunkt des Sturms auszuweichen.
Trotz der dramatischen Warnungen betonte der Meteorologe David Menzel, dass „Goretti“ kein außergewöhnliches Ereignis sei. Das Wetter sei zwar intensiv, bewege sich aber im Rahmen der typischen Winterwetterlagen.
Der Sturm hat tausende Haushalte ohne Strom zurückgelassen und den Verkehr in mehreren Ländern lahmgelegt. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin genau, während die Aufräumarbeiten beginnen. Mit einer Normalisierung des Zug- und Flugbetriebs ist erst nach Abklingen des Unwetters zu rechnen.






