25 May 2026, 02:28

Pfingst-Spektakel in Wien: Holzinger inszeniert provokante Friedensbotschaft mit Monstertrucks und Fallschirmen

Florentina Holzingers 'Pentecost Spiel' mit Tauben des Friedens und Monster Trucks

Pfingst-Spektakel in Wien: Holzinger inszeniert provokante Friedensbotschaft mit Monstertrucks und Fallschirmen

Ein mutiges Pfingst-Spektakel in Wien: Kunst, Provokation und ein Appell für Frieden

An diesem Wochenende entfaltete sich in Wien eine kühne Pfingst-Performance, die spektakuläre Inszenierung mit einer eindringlichen Friedensbotschaft verband. Die Regisseurin Florentina Holzinger verwandelte den Wiener Eislaufverein und Schloss Prinzendorf in dramatische Bühnen für ihre avantgardistische Interpretation des Themas.

Der Abend begann am Heumarkt, wo sich das Publikum versammelte, bevor es mit Bussen nach Schloss Prinzendorf weiterging. Als Auftakt ließ Holzinger eine nackte Frau an der Fassade des Hotels Intercontinental hinabsteigen – ein erster Hinweis auf die unkonventionelle Handschrift der Produktion.

Auf dem Schlossgelände entfaltete sich dann Holzingers visionäres Konzept in einer opulenten Mischung aus Maschinen und Symbolik. Ein Monstertruck zermalmte im Innenhof einen Panzer, während ein Fallschirmspringer als Verkörperung des Heiligen Geistes vom Himmel schwebte. Der zerstörte Panzer wurde zum zentralen Bild, als der Fallschirmspringer eine weiße Fahne pflanzte – ein unmissverständlicher Aufruf zum Frieden.

Die Performance bezog sich auch auf das Erbe Hermann Nitschs: Eine „Malaktion“ mit Drohnen und eine Kreuzigungsszene steigerten die Intensität. Mit Autos, Motorrädern und einer schwebenden Ensemble-Formation schuf Holzinger einen optisch überwältigenden Höhepunkt. Der Abend endete mit der Regisseurin und ihrem Cast, die sanft in der Luft schwebten – ein Bild, das lange nachhallte.

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Schon im Wiener Eislaufverein hatte Holzinger im ersten Akt Motive vorweggenommen, die später auf dem Schloss in großem Stil ausgebreitet wurden. Die Veranstaltung verband Schock und Symbolkraft, nutzte überdimensionale Requisiten und waghalsige Stunts, um ihre Botschaft zu transportieren. Mit der weißen Fahne im Panzer und dem luftigen Finale hinterließ Holzingers Pfingst-Spiel beim Publikum ein prägnantes visuelles Statement für den Frieden. Ein weiteres grenzüberschreitendes Werk der österreichischen Regisseurin.

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