18 March 2026, 04:30

Revolutionärer Wasserfilter entfernt 90 Prozent Nanoplastik aus Trinkwasser

Großes industrielles Wasseraufbereitungsanlage mit umfangreichen Rohrleitungen, Ventilen, Maschinen und Sicherheitseinrichtungen, vor Gebäuden, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Revolutionärer Wasserfilter entfernt 90 Prozent Nanoplastik aus Trinkwasser

Eine aktuelle Studie hat alarmierende Mengen an Plastikverschmutzung in Flaschenwasser aufgedeckt. 2024 entdeckten Forscher im Schnitt 240.000 Plastikpartikel pro Liter – 90 Prozent davon waren Nanoplastik, winzige Teilchen kleiner als ein Mikrometer. Diese Erkenntnisse haben die Bemühungen beschleunigt, neue Filtertechnologien zur Bekämpfung des Problems zu entwickeln.

Eines der führenden Unternehmen in diesem Bereich ist das Bruchsaler Start-up Klar2O. Es hat kürzlich 4,5 Millionen Euro an Fördergeldern erhalten, um die Produktion seines hochmodernen Wassersiltersystems auszubauen, das selbst die kleinsten Plastikpartikel aus Trinkwasser entfernt.

Die Anwesenheit von Nanoplastik im Trinkwasser wirft ernsthafte Bedenken auf. Studien zeigen, dass diese Partikel biologische Barrieren überwinden und in menschlichem Blut, Urin und sogar in Organen nachweisbar sind. Da herkömmliche Filtermethoden Mühe haben, solche winzigen Verunreinigungen zu erfassen, arbeiten Unternehmen seit 2020 intensiv an Lösungen.

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Klar2O hat mit der patentierten Smart-Surface-Technologie eine innovative Lösung entwickelt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Filtern bindet sie gezielt Nanoplastik, verbraucht dabei aber wenig Energie. Die Technologie entfernt zudem "Ewigkeitschemikalien" (PFAS) und arbeitet mit minimalem Druckverlust – effizient und nachhaltig zugleich.

Was Klar2O auszeichnet, ist der Fokus auf Regenerierbarkeit: Die Filter lassen sich wiederverwenden und recyceln, was Abfall reduziert und langfristig Kosten senkt. Dieser Ansatz hat Investoren überzeugt, darunter FMC Beteiligungs KG Bremen, die die jüngste Finanzierungsrunde von 4,5 Millionen Euro anführte.

Das Unternehmen plant nun, die Produktion hochzufahren und in internationale Märkte zu expandieren. Ziel ist es, einen neuen Standard für sauberes Trinkwasser zu setzen – ein Problem, das Millionen Menschen weltweit betrifft.

Klar2O ist nicht allein auf diesem Gebiet. Auch Unternehmen wie OriginClear und Thorpe Plastics Technology bieten Lösungen zur Mikroplastik-Entfernung an. Doch der Sektor bleibt dynamisch und zersplittert, mit vielen Start-ups noch in der Testphase oder auf Nischenmärkte spezialisiert.

Die 4,5 Millionen Euro werden Klar2O helfen, seine regenerierbaren Filter einer breiteren Kundschaft zugänglich zu machen. Angesichts wachsender Sorgen über Nanoplastik könnte die Technologie eine Schlüsselrolle für sicheres Trinkwasser spielen. Mit der steigenden Produktion will das Unternehmen sein System zur ersten Wahl für Haushalte und Betriebe machen.

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