08 June 2026, 06:22

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Sparte, um sich auf Verteidigung zu konzentrieren

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für vorläufig 350 Millionen Euro an AEQUITA

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat sich mit der Investmentgesellschaft AEQUITA auf den Verkauf seiner zivilen Power-Systems-Sparte für vorläufig 350 Millionen Euro geeinigt. Der Deal markiert eine bedeutende strategische Neuausrichtung des Unternehmens hin zu militärischer Ausrüstung. Beide Seiten bezeichnen die Vereinbarung als Meilenstein in ihren jeweiligen Unternehmensstrategien.

Die Sparte, zu der bekannte Marken wie Pierburg, Kolbenschmidt und Motorservice gehören, erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund zwei Milliarden Euro. Seit Ende 2025 wird sie als „eingestellter Geschäftsbereich“ geführt. Unter AEQUITA werden die Unternehmen ihre bisherigen Namen behalten und wie bisher am Markt agieren.

Rheinmetall behält bestimmte Vermögenswerte, darunter Dermalog SensorTec sowie das spanische Werk von Pierburg S.A. in Abadiano. Diese werden künftig in die militärische Produktion integriert. Zudem sind drei deutsche Standorte von KS Huayu AluTech nicht Teil des Verkaufs und verbleiben im Rahmen eines Joint Ventures bei Rheinmetall.

Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und finaler Anpassungen. Der Abschluss wird im vierten Quartal 2026 erwartet. AEQUITA bestätigte, dass alle 6.250 Mitarbeiter der übernommenen Bereiche ihre Arbeitsplätze behalten werden.

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Axel Geuer, Vorstandsvorsitzender von AEQUITA, erklärte, die Übernahme werde den Umsatz des Automobilsegments des Unternehmens auf etwa fünf Milliarden Euro steigern. Rheinmetall-Chef Armin Papperger bezeichnete den Deal als „historischen Meilenstein“ und betonte, er unterstreiche die konsequente Neuausrichtung des Konzerns auf Verteidigungs- und Militärmärkte.

Der Verkauf der Power-Systems-Sparte an AEQUITA soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Während Rheinmetall seine Aktivitäten weiter auf die militärische Produktion konzentriert, baut AEQUITA seine Umsatzbasis im Automobilsektor aus. Die Vereinbarung sichert zudem die Kontinuität der Belegschaft und der Markenidentität unter neuer Führung.

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